Die rechts- und revisionssichere Archivierung betriebswichtiger Daten beschäftigt viele Unternehmen. Der Umfang gesetzlicher Vorschriften, schnell wachsende Datenmengen und hoher Verwaltungsaufwand treiben die Kosten in die Höhe. Die Bitburger Braugruppe hat bei der elektronischen Archivierung an die Zukunft gedacht.
von Karin Fiolka, Stautner & Stautner
Hans Werner Rolinger, Teamleiter IT Planung, beschreibt die Ausgangssituation: »Etwa zehn Jahre lang hatten wir unsere Archivierung mit WORM-Jukeboxen organisiert. Es war absehbar, dass die verfügbaren Kapazitäten in kurzer Zeit ausgeschöpft sein würden.« Im Hinblick auf das weiterhin dynamische Wachstum der Datenmengen suchte man eine Lösung, die einfach skalierbar ist sowie hohe Ausfallsicherheit und eine wirtschaftliche Archivierung gewährleistet.
Über klassische Archivspeicher hinaus konzentrierte sich das Interesse rasch auf Festplattensysteme. »Auf Grund der E-Mail-Archivierung und der geplanten Einbeziehung aller Beteiligungsunternehmen in die zentrale Archivierung haben wir vor unserer Investitionsentscheidung ermittelt, welche Alternativen der Markt bietet. Für Festplattensysteme spricht, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen WORM-Medien eine erheblich bessere Performance bieten«, so Rolinger. »Zudem bringen diese Lösungen in punkto Wirtschaftlichkeit und Ausfallsicherheit klare Vorteile mit sich. Network Appliance hat diese Stärken auf Basis eines FAS3020 MetroCluster überzeugend dargestellt. In einer Test-Implementierung bestätigte sich die Leistungsfähigkeit der Lösung, so dass wir nahtlos in den Produktivbetrieb übergegangen sind.«
Die Lösung: Unified Storage von Network Appliance
Die Bitburger Braugruppe hat mit der Einführung eines FAS3020 MetroCluster ihrer elektronischen Archivierung unternehmenswichtiger Daten eine neue Qualität verliehen und sich zugleich weitere Möglichkeiten zur Optimierung der Speicherumgebung eröffnet. Denn die Systeme der FAS3000-Familie wurden für ein effizientes Datenmanagement konzipiert und bieten marktführende Performance und Hochverfügbarkeit zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dank ihrer Hardwarefähigkeiten in Kombination mit weit entwickelten Softwarefunktionen bewähren sich die Systeme in Unternehmen nahezu aller Branchen als flexible Plattform für SAN- und NAS-Anwendungen sowie bei der Konsolidierung von Speicherinfrastrukturen.
Die Bitburger Braugruppe nutzt diese Flexibilität und setzt die festplattenbasierten Systeme ein, um Daten und Dokumente gemäß den gesetzlichen Vorschriften aufzubewahren und E-Mails zu archivieren. Die Lösung dafür ist die Software SnapLock von NetApp. Dieser integrierte Bestandteil des Betriebssystems DataONTAP unterstützt Unternehmen bei der Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, Genauigkeit, Integrität und Sicherheit von Daten. Dazu erstellt Snaplock für Daten und Dokumente auf dem FAS-Speichersystem nicht wiederbeschreibbare, nicht löschbare WORM-Volumes. Dateien können dadurch in einem definierten Aufbewahrungszeitraum weder geändert noch gelöscht werden. Für zusätzliche Sicherheit sorgt die Installation des MetroClusters in zwei Rechenzentren, wobei die Daten synchron auf den Filerkopf im sekundären Rechenzentrum repliziert werden.
Seit der Inbetriebnahme des MetroClusters archiviert die Bitburger Braugruppe alle ein- und ausgehenden Dateien inklusive derer aus ihrem SAP- und E-Mail-System direkt mit Hilfe einer Enterprise-Content-Management-Lösung von Open Text. Auf das neue System verlagert wurden inzwischen auch die Daten des alten WORM-Archivs – insgesamt rund 15 Millionen Dokumente beziehungsweise 2,2 Terabyte Datenvolumen.
Die Vorteile: Schneller und sicherer
Der Nutzen der neuen Lösung macht sich für die rund 1.500 Anwender der Bitburger Braugruppe in erster Linie bemerkbar, wenn sie ein archiviertes Dokument benötigen. »Früher dauerte das Aufrufen eines Dokuments 20 bis 25 Sekunden, heute geht die Zugriffszeit gegen Null. Dadurch wird das Arbeiten deutlich produktiver«, hebt Rolinger hervor. Positiv wirkt sich die Lösung zudem auf die Sicherstellung der Geschäftskontinuität aus, da die Bitburger Braugruppe mit der MetroCluster-Installation in zwei Rechenzentren wirkungsvoll gegen Datenverlust und Datenkorruption bei Ausfall eines Rechenzentrums vorgebeugt hat.
Komfortabler und wirtschaftlicher
Mit der neuen Lösung hat die Bitburger Braugruppe durchweg positive Erfahrungen gemacht. »Seit seiner Installation läuft das System absolut reibungslos und wartungsarm. Es ist einfach zu administrieren und ließ sich problemlos in unsere IT-Management-Lösung integrieren. Außerdem hat sich in Verbindung mit der synchronen Datenreplikation ins zweite Rechenzentrum der Backup-Aufwand deutlich verringert«, berichtet Rolinger. Vereinfachungen, die sich nach Rolinger für die Bitburger Braugruppe auszahlen: »Die Lösung ist unterm Strich erheblich leistungsfähiger und signifikant wirtschaftlicher als die WORM-Archivierung.«
Flexibel in die Zukunft
Die Bitburger Braugruppe plant bereits, die Fähigkeiten der NetApp-Lösung noch umfassender zu nutzen. So werden beispielsweise alle Standorte in die E-Mail-Archivierung einbezogen. Zukünftig sollen die Anwender zudem die Möglichkeit erhalten, Dokumente direkt im System zu archivieren. Geplant ist außerdem, ältere Fileserver auf das FAS3020 MetroCluster zu verlagern, um Einsparungen bei Server-Investitionen sowie bei Administration und Wartung zu erzielen.