Langzeitarchive sind längst keine dummen Datensilos mehr. Vielmehr müssen sie eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen, die spezielle Funktionen voraussetzt. So sollen sie wirtschaftlich sein, die jeweils eingesetzten Anwendungen bedienen, skalierbar und bei allem immer revisionssicher sein. Zudem verdrängen Festplattensysteme im Archivsegment zunehmend Bandspeicher und optische Medien, was höhere Leistungswerte und auch entsprechende Funktionalität mit sich bringt.
Die iCAS-Architektur (Bild: iTernity)
Um diese Vorteile wirklich nutzen zu können ohne gleichzeitig zu viele »Nebenkosten« der Disk-Technologie aufzuwerfen, benötigt der Anwender eine Lösung, welche die flexiblen und leistungsstarken Vorteile der Plattenprodukte mit denen von reinen und revisionssicheren Archivsystemen vereint. Das Unternehmen iTernity verfolgt mit seinem Produkt »iCAS« genau diesen Ansatz und will dem Kunden größtmögliche Einsatzflexibilität und Anpassbarkeit und somit ein äußerst langlebiges Archiv gewährleisten.
»Heutige Archive müssen sich in der Wirtschaftlichkeit auf 20 Jahre kalkulieren lassen«, weiß Ralf Steinemann, Business Development Manager bei Iternity. »Mit einer flexibel nutzbaren Middleware-Lösung wie zum Beispiel unserem iCAS lassen sich die Vorteile höchst ökonomischer Archive und der zukunftstauglichen Festplattentechnologie verbinden. Der Nutzer profitiert hier von Hardware-Unabhängigkeit und einem offenen System, das auf Industriestandards basiert, damit seine Daten dauerhaft gespeichert und trotzdem revisionssicher im steten Zugriff gehalten werden können.«
iCAS heißt Offenheit im Archiv
Konfiguration mit iCAS in einer Vmware-Umgebung (Bild: Iternity)
Das Akronym iCAS steht für »iTernity Compliant Archive Solution«. Die Archivlösung wird als komplett vorinstallierte und Speicher-unabhängige Appliance geliefert. Zudem kann die Appliance auch als Virtuelle Maschine (VMware, Microsoft-Hyper-V, Citrix XEN) ausgeliefert werden, was es Kunden ermöglicht iCAS in virtuellen Umgebungen zu betreiben. Beliebige Anwendungen, wie beispielsweise »ERP«-, E-Mail-, »DMS«- und »ECM«-Systeme greifen über eine Webservice- oder auch die File-System-Schnittstelle (iFSG) auf die Middleware zu und legen die Daten dort automatisiert ab.
Da iCAS auf Standard-Dateisysteme zugreift, ist eine Unabhängigkeit von Speicherherstellern und -technologien gewährleistet. Die Middleware schreibt die Archivdaten auf NAS- und SAN-Systeme beliebiger Anbieter. Über HSM-Lösungen (Hierarchisches Speicher Management) lassen sich zudem die Archive und deren Container auch einfach auf Tapes oder andere Medien auslagern.
Anwenderfreundliche Lizenzpolitik
Die Software-Lizenzen fallen zudem nur einmalig an. Damit grenzt sich die Middleware gegen Wettbewerbsprodukte ab, die üblicherweise an Hardware gekoppelt sind und bei Hardware-Wechsel mehrfach lizenziert werden müssten. Unternehmen profitieren dadurch von dauerhaft niedrigen Betriebskosten. In der Betrachtung der Total-Cost-of-Ownership (TCO) bietet iCAS laut einer Berechnung des Anbieters auf zehn bis 20 Jahre gerechnet einen Preisvorteil von mindestens 30 Prozent gegenüber anderen marktüblichen Archivlösungen.
iCAS zeichnet sich laut Hersteller vor allem durch seine Offenheit aus. Statt auf proprietäre Betriebssysteme setzt die Lösung auf bewährte Industriestandards. Der Source-Code ist als Escrow-Service beim TÜV-Süd hinterlegt, sodass für Kunden ein maximaler Investitionsschutz besteht. Rechtsgutachten belegen außerdem die Gesetzeskonformität der Lösung.
Somit haben Anwender hohe Flexibilität und Sicherheit bei der revisionssicheren Archivierung ihrer Informationen. Durch die einfache Datenmigration auf Filesystem-Ebene sind stets die neuesten Speichersysteme nutzbar. Die Datenintegrität ist dadurch auch bei zukünftigen Technologie-Wechseln sichergestellt.
Revisionssicher, verschlüsselt und skalierbar
Für die Revisionssicherheit nutzt die Lösung die patentierte »Content Storage Container«-Technik (CSC). Diese bündelt die Archivdaten mit den dazugehörigen Metadaten, wie zum Beispiel das Erstellungsdatum und die Aufbewahrungsfrist, in speziellen Containern und sichert diese mit »SHA512«-Hashwerten. Damit verwendet der Hersteller den derzeit am sichersten geltenden Industriestandard an verfügbaren Hashwerten, der vor Manipulationsversuchen schützt.
Gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungszeiten können flexibel pro Container verwaltet werden. Ein Löschen ist vor Ablauf dieser Frist über die Applikation nicht möglich, danach können die Daten jedoch gemäß den Richtlinien des US Department of Defense (DoD) zerstört werden. Alle Zugriffe auf iTernity-Server werden aufgezeichnet, so dass eine lückenlose Historie für jeden CSC abrufbar ist.
»Mit der CSC-Technologie bieten wir hohe Sicherheitsstandards und Flexibilität«, erläutert Steinemann. »iCAS ist ein objektorientiertes Archivsystem, das gleichzeitig die Vorteile der Hardware-unabhängigkeit in sich vereint. Die flexible Verwaltung der Daten und Unabhängigkeit vom Speicherort beeinträchtigt in keiner Weise den Schutz der Informationen vor ungewollten Zugriffen oder Manipulation. Jeder Archiv-Container ist sicher geschützt wie in einem Bankschließfach. Durch die Einhaltung der DoD-Richtlinien möchten wir zudem unser Archiv nicht nur zum revisionssicheren Speicherort machen, sondern auch das sichere Vernichten der Daten nach heutigen Vorgaben garantieren. Dieser Vorgang ist rechtlich gesehen ebenso wichtig wie das korrekte Vorhalten digitaler Inhalte.«
KPMG bestätigt Gesetzeskonformität
Hochverfügbarkeit mit iCAS im Microsoft-Cluster (Bild: Iternity)
Die Gesetzeskonformität der Lösung für die revisionssichere Speicherung nach den einschlägigen Gesetzen wie beispielsweise AO, GDPdU, GOBS wurde von der Wirtschaftsprüfergesellschaft KPMG bestätigt. Für die rechtssichere Archivierung der geschäftsrelevanten Daten sollte auf jeden Fall auch der Archivierungsprozess in der Organisation durchgängig konzipiert und dokumentiert werden.
Anwender, die ihre Daten auf ein noch höheres Sicherheitsniveau heben möchten, können auch die integrierte Verschlüsselungsfunktion von iCAS nutzen. Auch hier setzt Iternity mit »AES 256« den derzeit höchsten Standard ein.
Um im Archiv nicht auf hohe Leistung verzichten zu müssen, ist die iCAS-Lösung flexibel skalierbar. Sowohl die Archivgröße, als auch die Performance lassen sich den jeweiligen Anforderungen entsprechend dimensionieren. Zudem sind redundante und hochverfügbare Konfigurationen mit »MS Cluster«, »Storage Mirroring« und anderen Anwendungen möglich.
Die Anwendung darf sich ändern – das Archiv nicht
Durch die verschiedenen Schnittstellen zur Anbindung unterstreicht der Hersteller die Offenheit seiner Lösung. Sollte sich eine Anwendung im IT-Umfeld des Archivs ändern, so lässt sich iCAS flexibel anpassen. Dafür sorgt das Unternehmen zusätzlich durch stets neue Zertifizierungen im Speicherumfeld.
Bisher gibt es für über 50 Software-Anbieter Zertifizierungen für die Anbindung von iCAS. Im Bereich E-Mail-Archivierung unterstützt Iternitys Lösung unter anderem auch die »Enterprise Vault«-Versionen 8.0 und 9.0 von Symantec sowie die »PAM for Exchange«-Lösung von Heilig und Schubert, die dem Anwender viele Optionen beim Sichern beziehungsweise Archivieren von E-Mail-Umgebungen geben.
»Mit den Zertifizierungen möchten wir unseren Kunden zeigen, dass sie mit uns beruhigt in die Zukunft gehen können«, sagt Steinemann. »Die Anwendung darf sich gern ändern, aber das Archiv bleibt gleichbleibend effizient und flexibel nutzbar. Archive sollen langlebig und vertrauensvoll sein und das können wir nur bieten, wenn wir technologisch nicht nur am Ball bleiben, sondern voraus denken und mit anderen zusammen arbeiten.«
Archiv versteht die Storage-Welt
iCAS-Server lassen sich auch in Kombination mit den gängigen Storage-Virtualisierungslösungen von Hewlett-Packard, DataCore Software oder FalconStor Software verwenden. Das kann für den Anwender eine bessere Serverauslastung, effiziente Snapshot-Backups oder Mirroring-Funktionen bedeuten.
Darüber hinaus erreicht der Nutzer durch die Virtualisierungsoption Sicherheit und Stabilität in der täglichen Anwendung. Wartungsarbeiten, Upgrades auf eine neue Hardware sowie Migrationen können im laufenden Betrieb durchgeführt werden. »Mit der flexiblen Verwaltung und Nutzung des Speicherplatzes durch iCAS ergeben sich für die Unternehmen Kosteneinsparungen. Unter anderem sinken die Investitionen durch den effektiveren Einsatz vorhandener Kapazitäten«, betont Steinemann.
Flexibles Backend – zukunftstaugliches Archiv
Um zukunftstauglich und sicher archivieren zu können, bedarf es einer Lösung, die sich flexibel einsetzen und anpassen lässt. Iternity beweist mit seiner Lösung, dass Offenheit der Schlüssel dazu ist. Standards, gängige Schnittstellen und die Zertifizierung etablierter Anwendungen sind wichtig, um auch in zehn oder mehr Jahren noch Archive betreiben zu können. Revisionssicherheit und Kostenübersicht sind weitere Faktoren, die sich durch die Integration spezieller Funktionen gewährleisten lassen. Vor allem das Zusammenspiel mit vielen anderen Anbietern, also Plattform- und Hardware-Unabhängigkeit muss das Archiv bieten können. Nur dann kann es das verlässliche Archiv-Backend werden, das nicht nur Datensicherheit- und -schutz, sondern auch Zukunftstauglichkeit vorweisen kann.
»Archive sind keine verstaubten Kellerkinder mehr«, meint Steinemann. »Nur wer am Ball bleibt, wer Anforderungen und verfügbare Technologien miteinander verknüpft, kann im Archivbereich überleben. Wir wissen, dass wir mit unserer Kombination an traditioneller Sicherheit und neuesten Technologien unseren Kunden die Archive von morgen offerieren: flexibel, zuverlässig, sicher und immer auf dem aktuellsten Stand der Technik.«
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