Frank Schnittker, Public Relations, Dvelop
E-Mail-Archivierung stellt IT-Manager immer wieder vor neue Herausforderungen. Bei der Wahl der richtigen Lösung sind rechtliche Vorgaben, Standardauswahl und Integration in bestehende Prozesse wichtige Kriterien. Dabei muss der Anwender auch immer an künftige Entwicklungen denken.
Wir sprachen mit Frank Schnittker, Public Relations bei Dvelop, über Lösungsansätze und Trends bei der E-Mail-Vorhaltung.
Suchfunktionen sind mitentscheidende Kriterien bei der Auswahl einer Lösung, worauf sollte man achten?
Schnittker: Die Fixierung auf Suchfunktionen beruht auf der Betrachtung einer E-Mail-Archivlösung als Stand-Alone-Lösung. Werden E-Mails jedoch strukturiert und vorgangsorientiert in einem Enterprise-Content-Management-System (ECM) archiviert, ordnen sie sich in einen Gesamtzusammenhang ein. So sind sie sowohl im Kontext des Geschäftsprozesses zu finden, als auch über integrierte Suchfunktionen.
Das Thema Archivierung greift jüngst mit den Compliance-Anforderungen immer mehr um sich. Sind Unternehmen aus der Backup-Szene darauf vorbereitet, oder wird dies auch zukünftig ein Gebiet für spezialisierte Archivierungsanbieter sein?
Schnittker: Ein reines Backup greift wesentlich zu kurz. So wird nur eine Informationsinsel geschaffen. Die Einbindung von E-Mails in eine Gesamtstruktur bringt dagegen gerade unter Compliance-Aspekten entscheidende Vorteile.
Welchen Stellenwert hat E-Mail-Archivierung im Bereich Storage-Management beziehungsweise künftig im Bereich Information-Lifecycle-Management (ILM)? Wo sind hier die Schnittstellen? Mit welcher Entwicklung sollten Unternehmen planen?
Schnittker: Mit einer E-Mail-Archivierungslösung, die Teil eines ECM-Systems ist, sind Fragen des Storage- oder Information-Lifecycle-Managements direkt mit erledigt.