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[26.07.2006] (kfr)
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Arbeitgeberverbände in neuem Glanz

Damit die Mitglieder der Arbeitgeberverbände BayME und VBM besser untereinander kommunizieren können, sollten die Internetportale aufpoliert werden. Dabei standen ein ausgeklügeltes Rechtekonzept und die Sicherzeit vor Angriffen im Vordergrund.

von Carsten Fabio Marti, Marketing & PR Contentserv

Bei BayME (Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e.V.) und VBM (Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e.V.) handelt es sich um moderne Arbeitgeberverbände. Die vbw (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.) wiederum ist unter anderem deren Dachverband. Diese Verbände übernehmen für die Arbeitgeber der Branche einen großen Teil der lobbyistischen Aufgaben sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Der VBM ist vornehmlich für die Tarifpolitik zuständig. Die drei Verbände zählen insgesamt über 5.000 registrierte Mitglieder und zeichnen sich durch eine enorme öffentliche Präsenz und Aktivität aus. Maßgebend ist die Fortschrittlichkeit und Aufgeschlossenheit in der internen und externen Kommunikation. Das primäre Ziel ist eine möglichst rege Interaktion mit den Verbandsmitgliedern. Diese geschieht vor allem über zahlreiche Veranstaltungen und Publikationen zu Fachthemen. Als zentrale Plattform für alle Verbandsmitglieder und Interessierten kommt den drei miteinander verbundenen Internet-Portalen der Verbände eine weitere zentrale Bedeutung zu.

Ausgangslage

Eben diese Informationsportale galt es neu zu gestalten, um das äußerst umfangreiche Informationsangebot allen Mitgliedern in möglichst übersichtlicher Form zugänglich zu machen. Dies konnte mit dem bisher verwendeten Content-Management-System nur über Umwege und mit viel Koordinationsaufwand bewältigt werden. Selbst dann war das Ergebnis mangelhaft: Eine personalisierte Ansprache der Benutzer war kaum möglich, Suchfunktionen nicht effizient, Inhalte nicht untereinander verknüpft etc. Kurz: Man hatte eine klassische Website, auf der Informationen gesammelt, anstatt für den Benutzer aufbereitet wurden. Dieser brauchte eine enorme Anzahl an Klicks, bis er an die Information kam, die er benötigte.

Eine besondere Herausforderung lag auch im Berechtigungskonzept. Denn neben registrierten Mitgliedern der Verbände gab es ja auch noch die breite Öffentlichkeit sowie die Mitarbeiter und Präsidiumsmitglieder der einzelnen Verbände. Man musste also die Inhalte so kategorisieren können, dass jeder User nur die Informationen abrufen konnte, für die er autorisiert war. Das Rechtekonzept und die Sicherheit vor Angriffen war vor allem auch beim tarifpolitisch aktiven VBM ein heikles Thema. Gerade hier durften Informationen unter keinen Umständen in die falschen Hände geraten.

Mit einer zweistelligen Anzahl an Themenbereichen – jeder einzelne davon füllt schon eine ganze Website – ergab sich somit ein tief verschachteltes Portal mit einer äußerst komplexen Rechte-Regelung. Daher suchte man nach einer Lösung zur benutzerorientierten und interaktiven Darstellung des komplexen Informationsangebots in drei zusammengehörigen Informationsportalen, die sich untereinander auch Informationen und Strukturen flexibel und dynamisch teilen sollten (Content-Sharing).

Realisation

Nachdem die Verantwortlichen in der CS-CMS-Suite von ContentServ diese Lösung gefunden hatten, fiel der Startschuss für das Projekt im Oktober 2005. Für die Darstellung der komplizierten Rechtestruktur wurde das ohnehin schon äußerst flexible Rechtekonzept der Suite noch einmal überarbeitet. So lassen sich jetzt in vier Dimensionen (User, Rollen, Rechte, Rubriken) sämtliche Szenarien einer Informationsberechtigung darstellen und bis auf Absatzebene eines Textes zuweisen. Darüber hinaus legte man den drei Portalen ein höchst dynamisches Konzept der Inhaltsgenerierung zu Grunde. Es erlaubte die einfache Verknüpfung der Inhalte zueinander bei einer zentralen Datenhaltung. Das vereinfachte auch das Content-Sharing zwischen den Plattformen – Inhalte werden zentral eingepflegt und einfach den jeweiligen Sub-Portalen zugewiesen. Da sich bei einem solchen Informationsumfang die Ladezeiten im Regelfall durch die Dynamik enorm erhöhen, wurde ein neuartiges Caching-Konzept entwickelt, das den Umfang der dynamisch generierten Inhalte auf jeder einzelnen Seite berücksichtigt.

Um dem User die Navigation und das Auffinden von Informationen zur erleichtern, wurde neben einer Volltext-Suche auch eine Schlagwort- und Detailsuche eingebaut, welche auf zentral gepflegte Meta-Informationen zu den einzelnen Inhalten zugreifen. Ein Highlight in der Interaktivität ist die Möglichkeit für den Benutzer sich Newsletterthemen individuell auf der Website per Mouseklick zusammenzustellen. Für den Versand dieses stark personalisierten Newsletters unterzog man das Modul CS Newsletter diversen Modifikationen. Nach nur knapp vier Monaten Projektarbeit ging das innovative Großprojekt schließlich online.

Ergebnis

Die Verbände BayME und VBM präsentieren sich nun zusammen mit ihrem Dachverband VBW in einem überzeugenden Layout. Es lässt die Zusammengehörigkeit erkennen, kreiert jedoch trotzdem für jedes einzelne Portal ein individuelles Erscheinungsbild. Dabei kann jeder User nur die Informationen einsehen, für die er eine Berechtigung besitzt. Zwischen den Portalen sind deutlich die Überschneidungen in den Themenbereichen zu erkennen, wobei jedes einzelne Portal gleichzeitig das Informationsangebot durch verbandsspezifische Inhalte ergänzt. Über Schlagwortsuche, Detailsuche sowie die transparente und zielführende Navigation ist es für jeden Benutzer nun ein leichtes, die Informationen zu finden, die er benötigt. Durch das neue Caching-Konzept merkt er dabei jedoch nichts von der enormen Dynamik, die hinter dieser tiefgreifenden und komplexen Verknüpfung der Inhalte steckt.

Mit dem neuen Internetauftritt konnte auch die Interaktivität mit den Mitgliedern bedeutend erhöht werden. Der neue »do it yourself«-Newsletter sendet jedem Mitglied genau die Informationen, die individuell von Interesse sind. Diese hohe Interaktivität bietet dem Mitglied einen Service, welcher nicht zuletzt auch die kosten- und ressourcenintensive persönliche Betreuung per Telefon oder Brief entlastet. Damit wird die Internetpräsenz endlich der enormen Präsenz und den zahlreichen Aktivitäten der Verbände gerecht und steht symbolisch für deren serviceorientierte, fortschrittliche und aufgeschlossene Mitgliederbetreuung.

Vision

Die enorme Flexibilität und Offenheit, die der Software von Contentserv zu Grunde liegt, macht es den Arbeitgeberverbänden möglich, dieses höchst anspruchsvolle Interaktions-Konzept in Zukunft noch weiter auszubauen. So soll vor allem die Personalisierung von Inhalten noch weiter ausgebaut werden. Die Pläne reichen von der Durchführung und Auswertung von Umfragen auf den Portalen über kostenpflichtige Downloads (»paid content«) und Schnuppermitgliedschaften bis hin zur vollkommen individualisierten Darstellung von Inhalten. Darüber hinaus soll die Software von Contentserv zukünftig auch verstärkt für die crossmediale Ausgabe von Inhalten genutzt werden und dabei unter anderem die automatisierte Erstellung von Printunterlagen unterstützen.

Damit optimieren die Verbände ihre Kommunikation mit den Mitgliedern und stellen somit sicher, dass sie deren Interessen bestmöglich gegenüber staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen vertreten.

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