Technisch ist Cloud-Computing nach Meinung von Docuware-Vorstand Jürgen Biffar die größte Herausforderung und vergleicht den Aufwand mit dem Umstieg von DOS auf Windows. Jedoch misst er allen drei Themen Mobility, Web 2.0 und Cloud eine hohe Bedeutung bei.
Welcher der drei Trends Mobility, Web 2.0 und Cloud ist für Ihr Unternehmen am wichtigsten und warum?
Biffar: Für
DocuWare haben alle drei Trends eine große Bedeutung: Technologisch haben wir schon vor Jahren die Weichen gestellt und uns unter anderem für die konsequente Nutzung von Web-Technologien entschieden – auf der CeBIT 2008 wurde unser Web Client erstmals vorgestellt. In der aktuellen Version »DocuWare 5.1 c« deckt er alle wesentlichen Dokumentenmanagement-Funktionen des Windows Client ab. Für Docuware als Hersteller ist es wichtig, dass seine Software immer State of the Art ist. Insofern hat die Unterstützung moderner Kommunikationsmittel wie Smartphones für uns eine ebenso hohe Bedeutung wie das Thema Cloud Computing. Wir bieten auch hier Lösungen an.
In welchen der drei Bereiche investieren Ihre Kunden momentan bereits am meisten und wie sehen die entsprechenden Lösungen in der Praxis aus?
Biffar: Nach wie vor steht Dokumenten-Management als eine Lösung im Vordergrund, die Papierberge abbaut und Arbeitsabläufe in Unternehmen verschlankt und beschleunigt sowie transparenter gestaltet. Dadurch werden enorme Kosten eingespart, wie uns Anwender immer wieder bestätigen. Unsere Apps für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme ermöglichen zusätzlich ein komfortables Arbeiten, da sie den Zugriff auf den zentralen Dokumenten-Pool ermöglichen, ohne dass Anwender ein Notebook mit sich herumtragen müssen.
Welcher Bereich verändert Ihrer Meinung nach die ECM-Landschaft am stärksten?
Biffar: Cloud Computing wird sicherlich eine zunehmend größere Rolle spielen. Dadurch verändert sich aber nicht nur die ECM-Landschaft, sondern die IT allgemein, vor allem auch durch das Zusammenwachsen der verschiedenen Informationswelten. Ich bin davon überzeugt, dass in einigen Jahren die gesamte Wirtschaft durch das Cloud Computing effizienter arbeiten wird.
Was sind aus technischer Sicht auf diesen drei Gebieten die größten Herausforderungen?
Biffar: Diese liegen eindeutig beim Cloud Computing. Software as a Service – das wichtigste Element des Cloud Computings – wird alles verändern, es fordert von den Software-Herstellern die größten Anstrengungen seit dem Umstieg von DOS auf Windows. Und genauso wie Windows DOS abgelöst hat, wird SaaS den herkömmlichen Einsatz von Software ablösen – langsam aber sicher.
Gehen wir konkreter auf Mobility ein. Welche speziellen ECM-Apps bieten Sie Ihren Kunden bereits an?
Biffar: Im vergangenen Jahr haben wir Apps für Apple iPhone, iPad und iPod Touch auf den Markt gebracht; zur CeBIT 2012 präsentieren wir sie nun für Blackberry-Smartphones und Geräte mit den Betriebssystemen Android und Windows Phone 7. Die zentralen Nutzungsszenarien der Apps reichen von der Recherche in einem zentralen Dokument-Pool bis hin zur Bearbeitung von Dokumenten-Workflows.
Welche sonstigen Lösungen ermöglichen das Arbeiten von unterwegs aus?
Biffar: Wie bereits erwähnt ist unsere gesamte Produkt-Suite auf dezentrales Arbeiten ausgelegt. Unser Web Client läuft nahezu in jedem Browser und ermöglicht weltweit den schnellen Zugriff auf beliebige Dokumentarten eines Archivs.