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[03.11.2009] (eh)
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E-Government-Investitionen: Jetzt oder nie!

Engelbert Hörmannsdorfer
Das so genannte »Konjunkturpaket II« ist in der öffentlichen Verwaltung derzeit in aller Munde. Denn es bietet Behörden und der öffentlichen Hand einmalige Chancen, ihre IT umfassend zu modernisieren. Allerdings ist Eile geboten, da die entsprechenden Mittel nur kurzfristig und in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. »Für die IT-Verantwortlichen im öffentlichen Bereich heißt es besonders für IT-Infrastruktur-Investitionen: Jetzt oder nie«, mahnt beispielsweise Andreas Zilch, Lead Advisor beim Marktforschungsinstitut Experton Group. »Aktuell hat man die Chance, Förderungen für moderne und nachhaltige Rechenzentren und dezentrale Systeme zu bekommen. Wer diese Chance nicht wahrnimmt, wird unter den künftigen Sparmaßnahmen besonders leiden.«

Sicher ist: Die IT-Infrastruktur in Behörden und öffentlichen Verwaltungen leidet seit langer Zeit an Sparzwängen und Vorgaben zur verlängerten Nutzung von IT-Systemen. Das ließ sich nur mit großem Einsatz der handelnden Personen und teilweise kreativen Lösungen ausgleichen. Daher sind in diesem Bereich moderne Lösungen wie Server-Konsolidierung und -Virtualisierung, Storage-Tiering und -Virtualisierung, moderne Client-Technologien und entsprechende System-Management-Prozesse weniger verbreitet als in der privaten Wirtschaft.

Neuerdings ist freilich positiv anzumerken, dass Ausschreibungen im öffentlichen Bereich schon seit längerer Zeit die Komponente »Nachhaltigkeit« und damit »Grüne IT« enthalten. Mit dem Konjunkturpaket II, welches zur Konjunkturstärkung durch Aufträge der öffentlichen Hand genutzt werden soll, eröffnen sich jetzt Finanzierungsmöglichkeiten, die offensiv auch für die IT-Infrastruktur genutzt werden sollten.

Wichtig ist, die Aktivitäten und Maßnahmen möglichst schnell zu planen und einzuleiten, da die Mittel des Konjunkturpaketes II sowohl von der Höhe wie vom Zeitrahmen her begrenzt sind. Ob es in der nahen Zukunft noch ein Konjunkturpaket III gibt, ist fraglich. Möglicherweise – wenn die Konjunktur noch weiter absackt. Aber das hoffen wir nun alle nicht. Sollte aber die aktuelle Wirtschaftskrise bewältigt werden, dann dürfte gerade im öffentlichen Bereich eine Sparwelle noch nicht gekannten Ausmaßes starten – schließlich geht es dann in Zukunft darum, die Staatsverschuldung wieder in den Griff zu bekommen.

Also: Packen Sie es an! Das Geld ist größtenteils da – und die Grundstimmung für Investitionen ist positiv. Was wollen Anwender und Lieferant mehr!

Herzlichst Ihr
Engelbert Hörmannsdorfer, Chefredakteur ECMguide.de

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Editorial
Lange wurde darüber diskutiert, mehrmals verschoben, Unternehmensverbände wetterten dagegen heftig – aber nun kommt 2012 die unsägliche E-Bilanz auf die Unternehmen zu. Perverserweise ist die E-Bilanz ein Teil des »Steuerbürokratieabbaugesetz« (SteuBAG). Klingt doch eigentlich gut, oder nicht? Bürokratieabbau – wer will das nicht? Da ist es nicht opportun dagegen zu sein.

Der Steuerhammer E-Bilanz kommt

Engelbert Hörmannsdorfer
Redaktion ECMguide.de
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