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[27.11.2008] (eh)
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Glossar: Dokumentenscannen

Ein Scanner kann mehr als nur Papier digitalisieren – hier haben wir für Sie einige Begriffe und Merkmale erklärt, die in Verbindung mit der Scannerauswahl und Imagequalität immer wieder auftauchen.

von Elisabeth Grenzebach

ADF

Abkürzung für »automatic document feeder«. Das Beleggut wird in Stapeln eingelegt und durch die automatische Papierzufuhr eingezogen und gescannt. Gängige Feedergrößen sind: 25, 50, 100, 200, 300, 500 und 1.000 Blatt.

Auto-Cropping

Automatisches Zuschneiden der Belege auf die aktuelle Größe beim Scannen von verschiedenen Vorlagenformaten im Stapelbetrieb. Dies trägt entscheidend zur Zeitersparnis bei der Arbeitsvorbereitung bei, denn unterschiedliche Papierformate können ohne Vorsortieren im Stapel gescannt werden und das Image wird ohne störende Ränder angezeigt – gleichzeitig wird die Dateigröße reduziert.

Blindfarbe

Eine entsprechende Beleuchtung der Belege kann überflüssige Informationen wie Kästen in Formularen oder die Hintergrundfarbe bei bunten Belegen eliminieren. Da weniger Störfaktoren die Erkennungssicherheit der eingesetzten OCR-Software beeinflussen, lassen sich die enthaltenen Daten mit einer höheren Erkennungsrate auslesen.

Deskew

Automatisches Geraderichten von schräg eingezogenen Belegen.

Endorser

Ein Endorser bestempelt Dokumente mit einer fest eingestellten Zeichenfolge. Das Aufstempeln erfolgt in der Regel nach dem Scannen und dient als zusätzliche Sicherheit, dass das Dokument bearbeitet wurde. Endorser können auch als Endorsement-Printer oder Entwerter-Einheit bezeichnet werden.

Imprinter (Document-Printer)

Imprinter sind kleine Tintenstrahl-Drucker, die definierte Texte auf die Belege drucken. Der Imprinter wird über den Scannertreiber angesprochen und kann neben inkrementellen (festen) Werten auch Variablen aus Ziffernfolgen, Buchstaben und Sonderzeichen wie zum Beispiel Uhrzeit, Datum oder Stapelnummer eindrucken. Wird ein Pre-Scan-Imprinter eingesetzt, erscheint diese Information auch auf dem gescannten Image – ein Post-Scan-Imprinter druckt diese Information erst nach der Digitalisierung auf den Beleg.

JPEG

JPEG steht für »Joint Photographics Experts Group«. Dies ist eine Gruppe von Firmen, die sich mit der Erarbeitung von Standards in der Bildkompression befassen. Das Format wurde 1992 eingeführt und ist zum weltweiten Standard in der Kompression von Farb- und Graustufenbildern geworden.
Der Vorteil des JPEG-Standards ist die relativ kleine Dateigröße, jedoch sind die erzeugten Dateien verlustbehaftet, d.h. abhängig vom gewählten Kompressionsfaktor gehen Bildinformationen verloren und die Bilddarstellung erscheint verzerrt (so genannte Artefakte).

JPEG2000

JPEG2000 als Weiterentwicklung von JPEG bietet höchste Bildqualität bei geringer Dateigröße. Durch die neu eingesetzte Wavelet-Kompression wird das Bild in unterschiedliche Ebenen zerlegt, die mit unterschiedlichen Kompressionsverfahren gespeichert werden. JPEG2000 besteht aus mehreren Teilen: Teil 1 – das Basis-Kodierungssystem – ist bereits als internationaler Standard verfügbar. Fünf weitere Teile sind fertig und vier neue Teile in Entwicklung.

PDF

Adobes »Portable Document Format« (PDF) ist der offene De-facto-Standard für die Verteilung elektronischer Dokumente. Mit Adobe PDF werden alle Schriften, Formatierungen, Farben und Grafiken des ursprünglichen Dokuments beibehalten.

PDF/A

PDF/A ist der ISO-Standard 19005-1 für die Langzeitarchivierung im PDF. Als eingegrenzte Variante von PDF stellt PDF/A ein standardisiertes Profil zur Verwendung von PDF in der Langzeitarchivierung dar. PDF/A bietet den Anwendern ein einheitliches, langfristig verfügbares Format für schwarzweiße oder farbige Dokumente mit Bitmap-, Grafik- oder Textinhalten. Es gab zwar bisher bereits herstellerspezifische Lösungen für diese Anforderungen, mit PDF/A existiert nun jedoch ein herstellerunabhängiger ISO-Standard. Ein weiterer Vorteil: Zur Darstellung benötigt man nur einen Standard-PDF-Viewer.

ppm

Abkürzung für »pages per minute« (Blatt pro Minute) als Maß für die Scangeschwindigkeit. Weil »page« als »Blatt« oder »Seite« übersetzt werden kann, empfiehlt es sich, im Duplexbetrieb von ipm (»images per minute«) zu sprechen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Thresholding (»dynamic«, »automatic«)

Die Umwandlung eines Multi-Bit-Farb- oder Graustufenbildes in Single-Bit-Schwarzweiß wird Thresholding genannt, das heißt, ab einer gewissen Schwelle (engl. threshold) werden die Bits entweder schwarz oder weiß dargestellt. Durch Dynamic-Thresholding wird diese Schwelle innerhalb eines Dokuments automatisch verändert. Damit können auch bei farbigen oder kontrastschwachen Belegen gute Ergebnisse erzielt werden.

TIFF

Das »Tagged Image File Format« wurde als Standard von Microsoft, Hewlett-Packard und Aldus definiert. Bei einem Scanner wird für Schwarzweißbilder standardmäßig ein Dokument nach ITU TIFF-Gruppe 4 erzeugt. Vorteil dieses Dateiformats ist eine geringe Größe bei verlustfreier Kompression.

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