Thomas Kleinkuhnen, Director Sales Solutions & Services, Avnet Technology Solutions Deutschland
Der Markt für Beleg- und Dokumentenscanner wächst zum Teil um 15 bis 20 Prozent. Zudem steigt das Interesse an Netzwerkscannern und Dokumentenmanagement generell. Waren entsprechende Systeme speziell für den Mittelstand nahezu unerschwinglich, stehen nun ausgereifte und erschwingliche Lösungen zur Verfügung.
Wir sprachen mit Thomas Kleinkuhnen, Director Sales Solutions & Services bei Avnet.
Wie beurteilen Sie das Geschäft mit Dokumenten- und Abteilungsscannern im bisherigen Verlauf 2008? Was wird gekauft, wo wird vor allem investiert?
Kleinkuhnen: Bisher wurden hauptsächlich Arbeitsplatzscanner mit USB-Schnittstelle genutzt, doch jetzt gibt es einen starken Trend in Richtung Netzwerk-Scanner. Der Einsatz von Dokumentenscannern ist eher branchenspezifisch einzustufen. Überall dort, wo fortwährend eine große Zahl von Dokumenten bearbeitet werden muss, ist die Effizienz durch den Einsatz von Dokumentenscannern und Dokumenten-Management-Software ein Thema.
Wie sieht Ihrer Meinung nach ein typischer Abteilungsscanner der Einstiegsklasse aus? Worauf sollten vor allem kleine Unternehmen beim Kauf achten? Welche Fehler werden beim Kauf oft gemacht?
Kleinkuhnen: Hier muss individuell auf das Kundenbedürfnis eingegangen werden, daher ist die Beratung ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts, sowohl für die Hardware als auch für die Software. Entscheidend ist, was der Kunde benötigt – sollen nur PDFs generiert oder Daten aus dem Dokument ausgelesen werden wie eine Artikel- oder Rechnungsnummer?
Die größten Fehler sind, dass der konkrete Bedarf des Endkunden oft nicht erkannt wird, eine exakte Analyse der Produktfunktionalität und Kundenbedarf nicht stattfindet. Hier hilft es eine Beleggutanalyse durchzuführen und auszuwerten.
Wie sieht Ihrer Meinung nach ein typischer Dokumentenscanner der Mittelklasse aus? Worauf sollten Unternehmen beim Kauf achten? Was zeichnet ein gutes Gerät aus?
Kleinkuhnen: Auch hier ist das Kundenbedürfnis ausschlaggebend. Ein heutiger Mittelklassescanner sollte auf jeden Fall über eine Ultraschall-Doppelblatteinzugskontrolle verfügen sowie ein ausreichendes Beleganlagefach, alle weiteren Eigenschaften des Scanners sind den Bedürfnissen des Kunden anzupassen. Ein gutes Gerät zeichnet sich zum einen durch ein sehr gutes Einzugsverhalten aus und zum anderen, dass jegliches Beleggut (Einzugs- und Imagequalität) verarbeitet werden kann.
Mit welcher Entwicklung können Anwender und Unternehmen im Bereich Scannen & Erkennen in den kommenden ein bis zwei Jahren rechnen?
Kleinkuhnen: Wir rechnen mit kleineren Geräten, die eine höhere Seitenzahl verarbeiten können und mit einer besseren Netzwerkfunktionalität. Außerdem sind mehr Software-Schnittstellen zu Applikationen bzw. SDK’s zu erwarten, die eine umfassendere Integration ermöglichen.
Welchen Stellenwert hat das Thema Inputmanagement und Dokumentenerfassung in kleinen und mittelständischen Unternehmen? Welches sind die konkreten Vorteile der beiden Ansätze?
Kleinkuhnen: Hier sind natürlich ganz klar eine höhere Effizienz beim Bearbeiten von wiederkehrenden Vorgängen sowie eine verbesserte Möglichkeit der Archivierung zu nennen. Darüber hinaus sind elektronisch erfasste Dokumente leichter zu verwalten.