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[27.11.2008] (kfr)
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Im Interview: Kofax

Mark Reinhard, Leitung Marketing, Hardware Distribution EMEA, Kofax

Der Markt für Beleg- und Dokumentenscanner wächst zum Teil um 15 bis 20 Prozent. Zudem steigt das Interesse an Netzwerkscannern und Dokumentenmanagement generell. Waren entsprechende Systeme speziell für den Mittelstand nahezu unerschwinglich, stehen nun ausgereifte und erschwingliche Lösungen zur Verfügung.
Wir sprachen mit Mark Reinhard, Leitung Marketing bei Kofax.

Wie beurteilen Sie das Geschäft mit Dokumenten- und Abteilungsscannern im bisherigen Verlauf 2008? Was wird gekauft, wo wird vor allem investiert?

 Mark Reinhard 
Mark Reinhard
Reinhard: Im Jahr 2008 werden laut Infosource (European High Speed Scanner Market 2008-2012) in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika voraussichtlich 20 Prozent mehr professionelle Dokumentenscanner verkauft als noch 2007. Das entspräche einem Umsatzwachstum von mehr als elf Prozent. Die Entwicklung im ersten Halbjahr war durchwegs positiv und bestätigt diesen Forecast. Die Segmente bis zum so genannten »Low Volume Production Scanning« – also Geräte mit einer Scangeschwindigkeit von bis zu 75 Seiten pro Minute – wachsen dabei auf Grund immer höherer Leistungsfähigkeit am stärksten.

Wie sieht Ihrer Meinung nach ein typischer Abteilungsscanner der Einstiegsklasse aus? Worauf sollten vor allem kleine Unternehmen beim Kauf achten? Welche Fehler werden beim Kauf oft gemacht?

Reinhard: Duplex-Scannen in Farbe mit ultraschallbasierter Doppeleinzugskontrolle gehört schon in diesem Segment zum Standard. Besondere Anforderungen an Bildoptimierung und -bearbeitung werden in der Regel über die Software gesteuert – beispielsweise mit »VirtualReScan«, der von den weltweit führenden Herstellern von Dokumentenscannern zum Industriestandard erklärten Software zur Bildoptimierung. Der Scanprozess wird hiermit quasi auf einen Klick reduziert. Die einfache und intuitive Bedienung der Erfassungslösung ist für die Akzeptanz unter Anwendern ganz entscheidend und wird mitunter unterschätzt.

Wie sieht Ihrer Meinung nach ein typischer Dokumentenscanner der Mittelklasse aus? Worauf sollten Unternehmen beim Kauf achten? Was zeichnet ein gutes Gerät aus?

Reinhard: Die Hersteller setzen im mittleren Segment natürlich auf eine Vielzahl von technischen Finessen, damit unterschiedlichste Dokumente produktiv in einem Stapel verarbeitet werden können. Das Wichtigste ist, das Papiervolumen in einem definierten Zeitfenster erfassen zu können. Ein Wettbewerbsvorteil stellt sich erst dann ein, wenn die prozessrelevanten Informationen unmittelbar zur Verfügung stehen. Eine vor der Investition von Spezialisten durchgeführte Papiergutanalyse hilft hierbei, den richtigen Dokumentenscanner für die individuellen Systemanforderungen zu finden und spätere Überraschungen zu vermeiden.

Mit welcher Entwicklung können Anwender und Unternehmen im Bereich Scannen & Erkennen in den kommenden ein bis zwei Jahren rechnen?

Reinhard: Die Scan-Geschwindigkeit, der sichere Papierdurchzug, der Bedienkomfort und auch das Design werden weiter optimiert. Die Entwicklungen auf Software-Seite werden auch mit dem menschlichen Auge schwer zu entziffernde Dokumente wieder lesbar und somit für nachgelagerte Systeme verarbeitbar machen. Schwarzweiß- und Simplex-Scanner werden nahezu vollständig durch Color- und Duplex-Geräte abgelöst.

Welchen Stellenwert hat das Thema Inputmanagement und Dokumentenerfassung in kleinen und mittelständischen Unternehmen? Welches sind die konkreten Vorteile der beiden Ansätze?

Reinhard: Das reine Erfassen von Papierdokumenten ist unmittelbar mit der intelligenten Verarbeitung der in diesen Dokumenten enthaltenen Informationen verknüpft. Idealerweise verfügen Anbieter dieser Lösungen über Kompetenzen in beiden Bereichen und runden ihr Angebot mit einem ganzheitlichen Service-Konzept ab.
Unabhängig von der Unternehmensgröße liegen für den Anwender Vorteile wie rapide sinkende Prozesskosten und eine Beschleunigung des Informationstransfers zu Kunden, Behörden und unter Mitarbeitern auf der Hand. Der ROI wird in der Regel nach neun bis 15 Monaten erreicht – was Lösungen zur Informationserfassung auch und gerade unter erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen interessant macht.

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