Die auf blauen Laser basierende optische Speicherlösung »DISC1000« der Firma
DISC wurde als Mini-Archiv konzipiert. Es adressiert vor allem das Segment der kleinen und mittleren Firmen oder einzelne Abteilungen mit Langzeit-Archiv-Bedarf. Die Jukebox lässt sich skalieren und fasst 45 bis 105 DVD- oder Blu-Disc-Medien (BD). Die BD-Rohlinge der zweiten Generation speichern 50 GByte. Somit gewährleistet die Disc 1000 im Einstiegslevel eine Gesamtkapazität von 2,25 TByte, in der höchsten Ausbaustufe ein Speichervolumen von 5,25 TByte. Dabei verfügt das Gerät wahlweise über ein oder zwei Laufwerke. Setzt der Archiv-Verantwortliche die erste Generation der Blu-Discs ein, so erhält er 1,12 TByte in der kleinsten und 2,62 TByte in der höchsten Konfigurationsstufe.
Die optische Library fügt sich optional durch LVD-SCSI in eine DAS-Implementation ein, lässt sich aber ebenso in NAS-, SAN- oder iSCSI-Netzwerken installieren. Die derzeitigen Transferraten liegen bei neun MByte/s für die erste Generation des Blu-Laser-Verfahrens und bei 18 MByte/s in der zweiten Generation. Die im System eingesetzten BDs sind so genannte Bare-Medien (ohne Hülle). Eine spezielle Schicht, der Hard-Coat soll den Datenträger vor Beschädigungen schützen.
Das System ist abwärtskompatibel und liest selbst CD- and DVD-Medien. Darüber hinaus unterstützt es ein Offline-Medien-Management über die so genannte »SmartPack«-Technologie, das sind Hot-Swap-Magazine für je 15 Datenträger und Speicherchip für TOC-Informationen. Damit lassen sich die Daten auslagern und verwalten. Der Anwender spart dadurch viel Zeit, da er nicht mehr jede Scheibe einzeln einlegen muss. Des Weiteren sind die Medien innerhalb der Smartpacks doppelt vor Kratzern, Schmutz und falscher Handhabung geschützt und eignen sich deshalb gut für Backups, die sicher gelagert werden sollen.
Das Disc-1000-Speichersystem benötigt lediglich eine Stellfläche von 0,25qm und arbeitet in normalen Büro-Umgebungsbedingungen. Damit lassen sich die Kosten für spezielle Serverräume einsparen.
FazitDisc versucht nun auch KMUs die optischen Medien-Librarys schmackhaft zu machen und bringt dafür ein recht solides Produkt auf den Markt. Preis, Übertragungsraten, Kapazität und Archivierungsmöglichkeiten lassen sich mit Bandbibliotheken des Einstiegssegments vergleichen. Zudem dürfte diese Technologie all jene ansprechen, die Bändern nicht so vertrauen und bereits im kleinen Rahmen auf CD oder DVD sichern. Für diese Klientel bliebe auch der Investitionsschutz durch die Abwärtskompatibilität gewahrt. Der Einstiegspreis von 7.200 Euro ist mit größeren Autoloadern vergleichbar, allerdings sind die Preise für die Medien weit günstiger als für Bänder. So kostet ein einfach beschreibbarer BD-Rohling mit 25 GByte rund 15 Euro, eine wieder beschreibbare Scheibe kostet circa 19 Euro.
Kurzinfo
Hersteller: DISC GmbH
Im Tiergarten 24
55411 Bingen
Tel. 067 21/96 40
Fax 067 21/96 44 14
E-Mail: sales@disc-gmbh.comWeb: Disc DeutschlandDirekter Link zum Produkt: Disc 1000Preis: ab 7.200 Euro
Garantie: 2 Jahre
Technische DetailsKapazität (min/max): 1,12/2,62 TByte (25-GByte-Medien), 2,25/5,25 TByte (50-GByte-Medien)
Anzahl Laufwerke (min/max): 1/2
Datenrate (min/max): 9/18 MByte/s (Blu-ray)
Unterstützte Medien: DVD-Formate, CD-Formate, BD-Medien
Unterstützte Plattformen: plattformunabhängig
Unterstützte Software: PoINT, QStar, Pegasus
Plus+ für unterschiedliche Netzwerke geeignet
+ geringer Platzaufwand
+ abwärtskompatibel
+ skalierbar
Minus- keine Label-Möglichkeit
- durchschnittliche Herstellergarantie