JVC »Optical Disc Library MC-BLX-Serie«
Die »Optical Disc Library MC-BLX-Serie« von
JVC besteht aus acht Jukeboxen. Die Systeme nutzen die neue »Blu-ray«-Technologie und sind mit Kapazitäten von 2,5 bis zu 30 TByte verfügbar. Alle Geräte nutzen zwei unterschiedliche Medienarten. Zum einen kommt eine BD-R-WORM-Disk (Dual-Layer) mit 50 GByte zum Einsatz, die den heutigen Anforderungen von Regelwerken wie Basel II, SEC und GDPdU gerecht werden soll. Ausgestattet mit diesen Medien, die nach Herstellerangaben mehr als 50 Jahre halten, bietet die Library-Serie eine gute Lösung für Fixed-Content.
Zum anderen nutzen die Modelle BD-RE-Rewritable-Disks, die sich laut Hersteller bis zu 10.000 Mal überschreiben lassen. Die Transferrate liegt bei neun MByte/s. Die Blu-Ray-Laufwerke zeichnen sich darüber hinaus durch ihre Abwärtskompatibilität zu DVD-Medien aus. Somit können bestehende DVD-Datenbestände problemlos zusammen mit den Blu-Ray-Medien verarbeitet bzw. auf diese migriert werden. Des Weiteren lässt sich die Jukebox so auch in HSM-, ILM- oder Backup-Konzepte integrieren. Beide Medientypen sollen sich durch ihre geringen Kosten (ca. 1 Euro pro GByte) auszeichnen und müssen aufgrund ihrer Superhardcoat-Beschichtung nicht in Cartridges gelagert werden, was den Platzbedarf in den Geräten minimiert.
Die Systeme verfügen laut Hersteller über einen schnellen Zugriffsmechanismus, der Wartezeiten minimiert, während die flexible Laufwerks-Konfiguration multiple Read/Write-Anfragen abarbeitet. Dies soll Flaschenhälse bzw. Ausfallzeiten eliminieren. Zusätzlich dazu will JVC physikalische Robustheit der Serie garantieren, die durch ein staubsicheres Gehäuse sowie leistungsstarke interne Filter gewährleistet sein soll.
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| Optionales NAS-Mounting-Kit |
Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich in erster Linie in ihren Kapazitäts- und Skalierungsmöglichkeiten. Allen Produkten gleich ist das SCSI-Interface, SCSI-Adapter sowie der Mailslot, die verbauten »MC-BL10«-Laufwerke und die Software »Point Jukebox Manager 5.0«. Optional lässt sich die gesamte Serie mit FC- oder iSCSI-Schnittstellen und einem NAS-Mounting-Kit ausrüsten.
Der Mailslot befördert unabhängig vom Modell immer nur ein Medium. Für das Befüllen der Librarys steht ein so genannter Bulk-Import zur Verfügung. Dazu lässt sich das Gerät seitlich öffnen und direkt mit 50er Magazinen bestücken.
Modell »MC-BL50« fasst ein, zwei oder vier Laufwerke und 50 Medien. Nicht nur die Laufwerksanzahl, sondern auch die Medienanzahl ist skalierbar, hier auf 100 Medien. Somit offeriert dieser Geräte-Typ 2,5 bis fünf TByte Speichervolumen. Das Modell »MC-BL100« ist nahezu baugleich, bietet aber von vornherein fünf TByte Speicher und lässt sich nur in punkto Laufwerksanzahl von einem auf vier skalieren.
Der Typ »MC-BL150« kann von zwei über vier auf sechs Laufwerke sowie von 150 auf 200 50-GByte-Medien aufgestockt werden und kommt so auf 7,5 bis 10 TByte. Das 10-TByte-Gerät »MC-BL200« ist wiederum nur auf Laufwerksseite, zwei, vier oder sechs, skalierbar.
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| JVC »MC-BLX600« |
Auch die weiteren Modelle sind dergestalt aufgebaut. »MC-BL300« fasst 300, optional bis zu 600 Disks sowie zwei, vier oder sechs Laufwerke. Die Kapazität liegt so bei 15 bis 30 TByte. »MC-BL400« bringt von vornherein 400 Medienslots mit und fasst maximal 600 optische Medien. Die Kapazität ist hier nur von 20 auf 30 TByte skalierbar, die Laufwerke allerdings wie bei Modell 300. Ebenso sieht es beim »MC-BL500« aus. Mit 500 Medien als Ausgangsversion und der Erweiterungsoption auf 600, offeriert es 25 bis 30 TByte. Die höchste Modellstufe stellt das »MC-BL600« mit 600 Medien, 30 TByte und zwei, vier oder sechs Laufwerken dar. Alle Geräte werden mit einer zweijährigen Garantie ausgeliefert.
FazitDer Anbieter JVC hat sich mit der neuen Jukebox-Serie breit aufgestellt, um vielfältige Anforderungsprofile erfüllen zu können. Allerdings besteht hier auch die Gefahr der Unübersichtlichkeit. Speichersuchende müssen genau hinsehen, welche Kapazitäten, Skalierungsmöglichkeiten und Laufwerkskonfigurationen ihren Bedürfnissen am besten entsprechen.
Mit dem Einsatz der Blu-Ray-Technologie setzt der Hersteller ein klares Zeichen in Hinsicht Zukunftstauglichkeit. So sind bereits für das Jahr 2007 Speichermedien mit einer Kapazität von 100 GByte und einer Schreibgeschwindigkeit von 36 MByte/s vorgesehen, zu denen die Geräte bereits heute aufwärtskompatibel sind. Das soll Sicherheit beim Anwender und verbesserte Kundenbindung garantieren.
Preislich staffelt JVC entsprechend den Modellversionen, also auch entsprechend vielfältig. Das Einstiegsmodell MC-BL50 mit Software, 50 WORM-Medien und einem Laufwerk kostet 25.100 Euro. Die höchste Ausbaustufe mit sechs Drives, 600 WORM-Medien und Software ist für stolze 99.230 Euro zu haben.
Kurzinfo
Hersteller: JVC Professional Europe Ltd.
Grüner Weg 10
D-61169 Friedberg
Tel. +49 60 31/60 50
Fax +49 60 31/60 52 80
Web: www.jvcstorage.deE-Mail: jukebox@JVCpro.deLink zum Produkt: MC-BLX-SeriePreise (jeweils mit Software, Medien, einem oder zwei Drives)
:MC-BL50 ab 25.100 Euro
MC-BL100 ab 31.910 Euro
MC-BL150 ab 47.050 Euro
MC-BL200 ab 51.770 Euro
MC-BL300 ab 62.690 Euro
MC-BL400 ab 69.200 Euro
MC-BL500 ab 75.720 Euro
MC-BL600 ab 82.230 Euro
Garantie: 2 Jahre
Technische DetailsTechnologie: optical, Blu-Ray
Speicherkapazität min/max: 2,5/30 TByte
Laufwerksanzahl min/max: 1/6
Medienanzahl min/max: 50/600 á 50 GByte
Schnittstellen: SCSI, FC (optional), iSCSI (optional)
Mailslot: 1
Unterstützte Medien: BD-R WORM, BD-RE Rewritable, DVD-R WORM, DVD-RW Rewritable
Modelltypen: MC-BL100 (für Modell 50,100), MC-BL200 (für Modell 150, 200), MC-BL600 (für Modell 300, 400, 500, 600)
Optionen: Rackmount-Kit, NAS Mounting-Kit
Plus+ breite Produktpalette
+ hohe Kapazität
+ Blu-Ray-Technologie
+ auf- und abwärtskompatibel
Minus- nicht alle Modelle skalierbar (MC-BL100, MC-BL600)
- durchschnittliche Herstellergarantie