Nicht als Tower, sondern als schwarz-coolen Kubus präsentiert
N-TEC seine iSCSI-Array »ICECube iSCSI« für kleine Umgebungen. In das kompakte Gehäuse passen fünf 3,5-Zoll große SATA-II-Festplatten jeglicher Kapazitätsgröße hinein. Damit stellt das Gerät eine maximale Brutto-Speicherkapazität von fünf TByte zur Verfügung, bei Einsatz von 1-TByte-Drives. Die Laufwerke sind dabei hotswapfähig. Über zwei 1-Gbit/s-Ethernet-Interfaces fügt sich das System als iSCSI-Target in eine SAN-Umgebung ein. Ein weiterer Ethernet-Port dient der Verwaltung. Besonders auffällig ist das Design, das die Abmessungen 9,3 x 9,9 x 14,8 cm aufweist. Darüber hinaus ist die Speicherbox sehr stabil und robust. Ein Griff an der oberen Seite erlaubt zudem einen einfachen Transport des 5-Kilo-Kubus (ohne Festplatten).
Für den Ausfallsschutz unterstützt der Cube die RAID-Level 0, 1, 0+1, 3, 5 und 6. Zudem ist ein Betrieb als JBOD möglich. Auf den fünf Festplatten lassen sich auch mehrere unabhängige RAID-Verbände installieren, so beispielsweise ein RAID-5-Verbund mit 2+1 Laufwerken und eine RAID-1-Gruppe mit 1+1 Drives oder RAID 6 mit doppelter Parity. Allerdings ist diese Konfiguration bei nur vier oder fünf Laufwerken nicht sinnvoll. Ein automatischer Rebuild erfolgt transparent und ohne manuelle Eingriffe. Jeweils ein Lüfter ist für das Netzteil und das Gehäuse verbaut. Für ein zweites Netzteil ist in der kompakten Bauweise natürlich kein Platz.
Das Management erfolgt nach der Inbetriebnahme über eine Web-Oberfläche und ist damit binnen kürzester Zeit produktiv nutzbar. Minimale Systemzustände liest der Nutzer an einem LCD an der Gehäusefront ab. Fehlerzustände sendet das Gerät über SMTP als E-Mail oder über SNMP als Trap an ein Verwaltungs-Framework. Der Icecube arbeitet plattformunabhängig und unterstützt auf Client-Seite die Betriebssysteme »Windows 2000 Server/Server 2003«, »
Red Hat Enterprise Linux«, »
SUSE Linux Enterprise«, »Linux«, »Solaris«, Unix und »
VMware ESX-Server«. Somit unterstützt er auch Backup-Software anderer Anbieter.
Eine Einstiegsversion des Icecube kostet mit fünf 250-GByte-Platten 995 Euro (netto). Die »Bring in«-Garantie beläuft sich auf zwei Jahre. Die 1-TByte-Version kostet 1.950 Euro (netto), für vier 500-GByte-Platten im System bezahlt der Speichersuchende 1.454 Euro (netto).
FazitDer Icecube ist eine effiziente und solide arbeitende Einstiegslösung für kleine IT-Umgebungen oder gar den Heimanwender. Durch die verschiedenen RAID-Konfigurationsmöglichkeiten passt er sich den jeweiligen Ansprüchen der Infrastruktur an und kann als JBOD auch »einfachen« Speicher offerieren. Ebenso fügt er sich gut in Außenstellen oder Filialen, die Anschluss an ein firmeninternes SAN suchen. Im Bedarf ist er mobil und lässt sich an andere Standorte verbringen. Schnelle Installation und einfache Konfiguration machen den Icecube auch für Einzelnutzer interessant. Der Preis deckt sich in etwa mit Wettbewerbsprodukten, wobei in einzelnen Fällen nach dem jeweils detailliert dargelegten Funktionsumfang entschieden werden sollte. So wären beispielsweise zusätzliche Interfaces wie USB- oder Erweiterungsports sicher nützlich. Auch die nur zwei Jahre währende Garantie ist nicht optimal. Lesen Sie hierzu auch den Fachartikel
»Kompakte iSCSI-RAID-Systeme im Vergleich«. Kurzinfo
Hersteller: N-TEC GmbH
Oskar-Messter-Straße 14
D-85737 Ismaning
Tel. 089/95 84 07 0
Fax 089/95 84 07 11
E-Mail: info@ntecgmbh.deWeb: www.ntecgmbh.deDirekter Link zum Produkt: IcecubePreis: ab 995 Euro (netto)
Garantie: 2 Jahre
Technische DetailsAnzahl Festplatten (max.): 5
Max. Speicherkapazität: 5 TByte (brutto)
Festplattenschnittstelle: SATA II, SATA I (sämtliche Kapazitätsgrößen)
RAID-Level: RAID 0, 1, 3, 5, 6, 10 JBOD
Host-Schnittstelle: 2x 1-Gbit/s-Ethernet
Management-Interface: 1x Fast Ethernet
Unterstützte Betriebssysteme: Windows 2000 Server/Server 2003, Red Hat Enterprise Linux, Suse Linux Enterprise, Linux, Solaris, Unix, Vmware ESX-Server
RAID-Funktionen: Auto-Rebuild, Hotswap-Festplatten, Hotspare-Festplatten, multiple RAID-Sets
Plus+ solides, transportierbares Gehäuse
+ einfache Bedienbarkeit
+ plattformunabhängig
Minus- keine zusätzlichen Schnittstellen
- durchschnittliche Herstellergarantie