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[17.02.2009] (ubr)
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Fast LTA »Silent Cube HC«

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Fast LTA »Silent Cube HC«
Der »Silent Cube HC« von FAST LTA wurde speziell für die Langzeitdatensicherung medizinischer Daten konzipiert und stellt letztlich eine NAS-Einheit dar (Network-Attached-Storage). Der kleine Kubus misst 22 x 22x 23 cm und beherbergt zwölf Festplatten. Dabei kommen SATA-II-Drives mit Kapazitätsgrößen von 500 GByte oder einem TByte zum Einsatz. Somit erreicht der Cube Gesamtspeicherkapazitäten von sechs der zwölf TByte brutto. Ins Netzwerk bindet sich das Gerät über Gbit-Ethernet-Anschluss ein. Anwender, die größere Speichervolumina benötigen, können auch bis zu 128 Speicherblöcke zusammenschließen und somit auf maximal 1,536 PByte bzw. etwa ein PByte Nettospeicher zugreifen. Diese lassen sich dann auch über ein zentrales GUI ansteuern.

Um im medizinischen Umfeld optimale Integration zu gewährleisten, lässt sich das Array mit PACS-, KIS- und DICOM-Quellen sowie mit Dokumenten-Management-Systemen verbinden. Damit die Daten auch über einen langen Zeitraum unveränderbar bleiben, integrierte der Hersteller entsprechende WORM-Hardware. Diese schützt die Daten vor Veränderungen oder Löschen. Realisiert wird die WORM-Fähigkeit über eine Content-Addressed-Storage-Technik (CAS), welche die Daten mit Hash-Codes versieht.

Gegen Systemausfall und Datenverlust sichert der Hersteller das System auf ungewöhnliche Weise ab. Zum einen verbaut das Unternehmen jeweils vier Festplatten von drei unterschiedlichen Anbietern, Hitachi, Seagate und Western Digital. Darüber soll ein Hardware-Ausfall abgesichert werden. Darüber hinaus legt der eigens entwickelte Controller die Daten fünffach, mindestens aber dreifach, und über alle Platten verteilt ab. Mittels Reed-Solomon-Verfahren gewährleistet das System Datenintegrität und verhindert fehlerhafte Dateien. Laut Herstellerangaben ist diese Art der Sicherung zuverlässiger als RAID 6 und wird hier als Super-Redundanz bezeichnet. Nicht zuletzt sorgt eine AES-Verschlüsselung für geschützte Informationen. Damit die digitalen Informationen nicht unkontrolliert doppelt und dreifach gesichert werden, nutzt der Silent Cube die Technik der Deduplizierung.

Die »Cube Manager Software« ist auf einer so genannten »Head Unit« installiert und stellt das virtuelle Dateisystem bereit, das die NAS-Einheit mit dem Langzeitspeicher zu einem Volume verbindet. So ist der Zugriff über die Head-Unit auf Daten für jede Software vollständig transparent. Die Software sorgt zudem für die periodische Speicherung der neu auf diesem System ankommenden Daten, sowie für den Zugriff auf die Speichereinheiten, falls angeforderte Daten nicht im Cache verfügbar sind. Die asynchrone Replizierung zu einer zweiten, lokalen oder entfernten Installation sowie die sichere Migration der Daten auf neue Hardware-Generationen wird ebenfalls von der Software gesteuert. Die »Compliant Cube Software« enthält Funktionen zur Verwaltung von revisionssicheren Daten und stellt erweiterte Berichte zur Verfügung.

Das System selbst ist betriebssystemunabhängig und lässt sich mit allen gängigen Backup-Tools »verheiraten«. Dies wird in erster Linie durch die Unterstützung von CIFS/SMB-Protokollen erreicht. Um energierelevante Zweifel beim Archivieren auf Festplatte auszuräumen, wurde der Cube mit »ZeroPower«-Technologie ausgestattet. Dabei verbraucht das System im Standby unter 2 Watt pro Speichereinheit. Der Hersteller geht davon aus, dass diese Geräte typischerweise nur kurz im direkten Zugriff stehen und größtenteils im Ruhemodus operieren.

In Kombination mit den Silent Cubes wird ein fünfjähriger Wartungsvertrag angeboten, der automatisch beim Verkauf integriert ist. Der Wartungsvertrag kostet extra, aber deckt alle denkbaren Schäden und Störungen ab. Bei Störungen oder Problemen reist ein Fast-Techniker zum Anwender und repariert den Schaden vor Ort und garantiert den Erhalt sämtlicher Daten. Dafür übernimmt der Mitarbeiter die volle Verantwortung.

Eine Einstiegskonfiguration von sechs TByte Bruttospeicher mit Cube-Manager-Software und Wartungsvertrag kostet knapp 10.000 Euro. Allerdings kann der speichersuchende Mediziner die stillen Quader auch mieten. Der Preis dafür ist projektabhängig.

Fazit
Der Silent Cube präsentiert sich mit einem ungewöhnlichen technischen Design. Kenner von RAID-Systemen müssen sich sicher mit dieser Art der Datenablage erst einmal anfreunden und Vertrauen gewinnen. Der Kubus vereint solide NAS-Technik mit intelligenten Archivierungseigenschaften, wie Datendeduplizierung, Replikation, WORM und revisionssichere Verwaltung. Abgestimmt auf die medizinische Branche sind die Schnittstellen für entsprechende Anwendungen selbstverständlich.

Fast LTA spricht vor allem – und nicht nur medizinische – Einrichtungen an, die sich vom klassischen Archiv etwas distanzieren wollen und günstige Alternativen zu optischen Medien, wie CDs oder Bändern suchen. Sinnvoll scheint auch die Option des Mietens. Je nach Vereinbarung mit dem Anbieter lässt sich hier das monatliche Budget klar kalkulieren. Ebenso können somit auch Migrations-, Wachstums- oder Reparatur-Verantwortung an den Spezialisten gegeben werden, ohne interne Ressourcen bemühen zu müssen. Erfreulich ist die lange Garantielaufzeit, auch wenn diese mit einem Wartungsvertrag erworben werden muss. Das Preis/Leistungs-Verhältnis entspricht anderen Wettbewerbsmodellen wie von iTernity oder N-TEC.
Kurzinfo
Hersteller: Fast LTA
Rüdesheimer Straße 11
D-80686 München
Tel. +49 (0)89/89 04 78 40
Web: www.fast-lta.de
Direkter Link zum Produkt: Silent Cube
Wartungsvertrag
Preis: ab 10.000 (6 TByte)
Garantie: 5 Jahre (inkl. Wartungsvertrag)

Technische Details
Bruttospeicherkapazität: 6, 12 TByte
Anzahl Festplatten: 12
max. Erweiterung: bis zu 1,5 PByte (mit 128 Systemen)
Unterstützte Festplatten: 500 GByte, 1 TByte
Festplattenschnittstelle: SATA II
Schnittstellen: 1-Gbit-Ethernet
Unterstützte Protokolle: SMB/CIFS
Betriebssystem: Betriebssystem-unabhängig
Software: Software-unabhängig, integrierte Software für Verwaltung und Konfiguration, Compliance-Software, integrierte Deduplizierung, Replikationssoftware
Stromverbrauch: 0,2 Watt (pro TByte, Regelbetrieb)
Abmessungen: 22x22x23 cm (als Rack-Version mit zwei nebeneinander stehenden Cubes)
Gewicht: 13 kg

Unterstützte Branchenlösung:
PACS: AGFA, IMPAX, GE Centricity, Tiani, synedra, Siemens
CT: GE, Hitachi, Toshiba, Siemens, Philips
MR: ESAOTE, Hitachi, Siemens
Sonographie: GE, Hitachi, Philips, Olympus
Speicherfoliensysteme, Direktradiografie: Agfa, Carestream/Kodak, Canon, Fuji
Nuklearmedizin: ELSCINT, Hologic, MiE
PET/PET-CT: GE
Röntgenangiographie: Philips, Siemens
Endoskopie: Fujinon, Olympus, Smith&Nephew
Workstations: Barco Voxar, GE, MERGE eFilm, Osirix, Philips, Siemens

Plus
+ integrierte Replikation
+ integrierte Daten-Deduplizierung
+ Mietmodelle
+ überdurchschnittliche Garantie
+ Unterstützung zahlreicher Branchenlösungen

Minus
- nur Ethernet-Anschluss (kein USB- oder iSCSI-Option)
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