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[18.05.2009] (ubr)
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3Par »InServ Storage Server F200«

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3Par »InServ Storage Server F200«
3PAR stellt mit den »Inserv Storage Server F200« und »Inserv Storage Server F400« zwei Midrange-Modelle in sein Portfolio. Diese sind im Gegensatz zu den großen Brüdern der »T-Class« lediglich mit zwei bzw. vier Controller-Nodes ausgerüstet, verfügen aber über dieselbe Architektur und dasselbe Betriebssystem.

Der F200 verfügt über zwei Controller-Nodes mit insgesamt acht GByte Controller- und zwölf GByte Daten-Cache. Je nach Bestückung bietet das Array bis zu zwölf FC-Ports mit vier Gbit/s und bis zu acht iSCSI-Ports mit einem Gbit/s und TCP/IP-Offload-Funktion. Das Modell F400 lässt sich durch das Hinzufügen von zwei weiteren Nodes auf genau die doppelte Größe aufrüsten, also vier Controller-Nodes, 16 plus 24 GByte Cache, bis zu 24 FC- und bis zu 16 iSCSI-Ports.

Im Backend lassen sich im F200 bis zu zwölf Laufwerksträger, im F400 bis zu 24 Laufwerksträger mit maximal 192 bzw. 384 Festplatten anschließen. 3Par bietet Fibre-Channel-Laufwerke mit 146, 300 und 400 GByte Kapazität sowie »Nearline«-Platten mit einem TByte, bei denen es sich offensichtlich um SATA-Drives handelt. Die Controller unterstützen allerdings nicht die Maximalzahl an Nearline-Festplatten. Der Anwender hat die Wahl, entweder 125 (F200) bzw. 250 (F400) Ein-TByte-Laufwerke einzusetzen oder die maximale Ausbaustufe mit 400-GByte-FC-Drives zu bestücken. Das ergibt einen Bruttospeicherplatz von 76,8 TByte für den F200 und 153,6 TByte für den F400. Als nutzbarer Speicherplatz ergeben sich für alle Bestückungsvarianten zwischen 50 Prozent und knapp 89 Prozent des Bruttovolumens, je nach RAID-Schutz.

Als Schutzklassen bietet der Hersteller RAID 10 und RAID 50 an, wobei Letzteres durch ein 3Par-eigenes ASIC beschleunigt wird und lediglich neun Prozent langsamer sein soll als RAID 1. Bei Einsatz von RAID 50 kann der Nutzer Gruppengrößen frei zwischen 2:1 bis 8:1 wählen, also zwei Produktivplatten und ein Parity-Drive. Leider lässt auch die F-Class RAID 6 vermissen – gerade beim Einsatz von Ein-TByte-Platten heute ein Muss. Auch die für transaktionslastige Anwendungen idealen Flash-Laufwerke – bei anderen Anbietern inzwischen Standard – fehlen in der 3Par-Preisliste.

Von der T-Class haben F200 und F400 die bewährte »Inspire«-Architektur und das Betriebssystem »Inform« übernommen. Somit bieten beide Thin-Provisioning, »Virtual Domains«, eine dynamische Optimierung, virtuelle Kopien und Kopien auf angeschlossene Systeme. Durch die Any-to-Any-Architektur, in der alle Controller gleichzeitig auf allen logischen Laufwerken aktiv sind, erzielen F200 und F400 deutlich höhere Leistungen als vergleichbare Systeme mit festen Beziehungen einzelner Laufwerke zu bestimmten Controllern. Darüber hinaus kann ein 3Par-eigenes ASIC transaktionslastige Arbeitslasten wie Datenbanken von sequentiellen Arbeitslasten wie Backups durch Berechnung neuer Metadaten entlasten und erhöht die Leistung des Gesamtsystems nochmals. Das 3Par-ASIC sorgt darüber hinaus für Thin-Provisioning in Leitungsgeschwindigkeit. In Kombination mit dem 3Par-eigenen »Dedicate on Write«, bei dem Speicherplatz erst dann zugewiesen wird, wenn er für neue Daten benötigt wird, lassen sich nach Herstellerangaben Kapazitätseinsparungen von bis zu 75 Prozent erzielen.

Mit Hilfe von Virtual-Domains können eigene, voneinander getrennte Verwaltungsbereiche eingerichtet werden, so dass jeder Nutzer nur seine eigenen Laufwerke »sieht«, jedoch nicht auf die Gesamtleistung des Systems verzichten muss. »Virtual Copy« bietet sofort beschreibbare Snapshots ohne vorherige Speicherplatzreservierung. »Thin Reclamation« schließlich ermöglicht die Optimierung der Speicherauslastung mit Hilfe automatisierter Kapazitätszuweisung auf Dateisystemebene.

Das Inserv-Betriebssystem und die integrierte Virtualisierung soll die Verwaltung vereinfachen. Eine klassische Kapazitätsplanung ist überflüssig, da alle Laufwerke an allen Controllern »sichtbar« sind und Speicherplatz erst dann automatisch zugewiesen wird, wenn Daten geschrieben werden. Der Hersteller gibt die Verringerung des Aufwandes mit 90 Prozent an. Alle genannten Funktionen lassen sich über eine Weboberfläche einrichten und verwalten.

Bei der Unterstützung von Betriebssystemen und -umgebungen bietet 3Par ein befriedigend breites Spektrum. Nicht nur die Open-Systems-»Standards« wie Windows, Linux und diverse Unix-Derivate lassen sich anschließen, auch alle verbreiteten Virtualisierungslösungen wie VMware, »Egenera« und »Hyper-V« können ihre Daten in der F-Class speichern. Obwohl 3Par immer wieder die Eignung vor allem für den Bankensektor betont, finden sich leider die dort noch verbreiteten Netware, VMS oder True64 nicht in der Liste.

Fazit
Im Zuge der wirtschaftlichen Rezession hat 3Par folgerichtig gehandelt und seine T-Class zur F-Class herunterskaliert. Nur zwei oder vier Controller-Nodes, die entsprechend niedrigere Anzahl an Festplatten und Ports, aber dieselbe Architektur und ein unverändertes Betriebssystem – fertig ist das neue Mittelstands-Array. Käufer erhalten ein System mit einer über Jahre gereiften Basis. Müssen allerdings auf RAID 6 verzichten und können das System nicht in Vollbestückung mit 1-TByte-Laufwerken betreiben.

Eine F200 mit vier 146-GByte-Disks, Service und Software ist ab 48.760 Euro erhältlich. Eine Verlängerung der Herstellergarantie von drei auf fünf Jahre kostet 1.725 Euro.
Kurzinfo
Hersteller: 3PAR
Friedrichstrasse 15
D-70174 Stuttgart
Tel. 07 11/49 03 97 50
Fax 07 11/49 03 96 00
E-Mail: salesinfo@3PAR.com
Web: www.3PARstorage.de
Direkter Link zum Produkt: F-Class
Preis: ab 48.760 Euro (F200, 4x 146 GByte Disks, Service, Software)
1.725 Euro für Garantieverlängerung um weitere 2 Jahre
Garantie: 3 Jahre, Software 1 Jahr wartungsfrei

Technische Details
Festplattenanzahl (min/max): 16/192 (F200), 16/384 (F400)
Festplattenschnittstelle: FC 4 Gbit/s, SATA
Festplattengröße: 146, 300, 400 GByte (FC 4 Gbit/s), 1 TByte (SATA)
max. Speicherkapazität: 76,8/153,6 TByte (FC), 125/250 TByte (SATA)
Anzahl Controller: 2 (F200), 2 bis 4 (F400)
Controller-Cache: 8+12 GByte (F200), 8+12 bis 16+24 GByte (F400)
Host-Schnittstellen: 12x FC (4 Gbit/s, F200), 24x FC (4 Gbit/s, F400), 8x iSCSI (1 Gbit/s, F200), 16x iSCSI (1 Gbit/s, F400)
Unterstützte RAID-Level: 0, 10, 50
Unterstützte Betriebssysteme: Microsoft Windows, Hyper-V, Vmware, IBM AIX, HP-UX, SuSE und RedHat Linux, Sun Solaris

Plus
+ interne Deduplikation-on-Chip
+ virtuelle Domänen für Mandantenfähigkeit
+ Replikation und Snapshots
+ Unterstützung mehrerer Virtualisierungsplattformen

Minus
- kein Schutz vor multiplem Disk-Ausfall
- keine Vollbestückung mit 1-TByte-Platten möglich
Rating
Kommentare
von pt - Friday, February 12, 2010
Die vorliegenden Informationen sind veraltet:

3PAR bietet inzwischen Hardware beschleunigtes MP Raid = Raid 6!

Die F400 kann auf bis zu 384 (192) TB sklaieren, bei zwei Controllerpaaren (einem Controllerpaar)!

Bei Systemen mit zwei Controllerpaaren (oder mehr) führt ein Controllerausfall nicht! zu dem bei Modularsystemen üblichen "Write-Thru" Mode mit dem einhergehenden Performanceeinbruch, sondern die verbleibenden Controller spieglen den Write Cache untereinander und halten die Cacheperformance auf hohem Niveau.

Die unterstützen Plattentypen (im Chassis mischbar) sind 146, 300, 450GB (alle 15k) FC und 1 TB SATA

Kontakt: Peter.Theile@3PAR.com

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