Das neue »SharePoint 2010« von Microsoft steht in den Startlöchern und soll die Anwender von seiner Funktionalität überzeugen. Aber: »Der Medien- und Marketing-getriebene Hype um Sharepoint erzeugt eine hohe Erwartungshaltung durch die Interessenten. Das Produkt wird in vielen Fällen als einfache und schnell verfügbare, umfassende ECM-Lösung angepriesen«, bekundet Jens Büscher, Geschäftsführer des ECM-Spezialisten DocuPortal in einem ECMguide.de-Interview zum Schwerpunktthema »Sharepoint & ECM«. »Die suggerierten Eigenschaften werden oft nicht eingehalten; stattdessen bedarf es einer aufwendigen Installation, Individualentwicklungen und des Einsatzes von Fremdprodukten, um die zahlreichen Ansprüche einer Unternehmensunterstützung gegen Organisations- und Informationsdefizite zu erfüllen.«
Dass Sharepoint oftmals schon als ECM-Ersatz angehen wird, liegt nach Meinung von Büscher »in der Betrachtung der Anforderung des Kunden«. Während sich bestimmte Projekte gut mit Sharepoint umsetzen ließen, »ist die Realisierung umfassender ECM-Strategien in der Regel deutlich teurer, als gleich eine bereits fertige ECM-Lösung einzusetzen«. Denn diese erspare zusätzliche Entwicklungen und den Einsatz von Partnerprodukten, und ist, so Büscher, »günstiger und kommt ohne Kompetenz- und Support-Chaos aus«.
Bei Kunden gebe es derzeit eine Grundtendenz in der zentralen Informationsbereitstellung, zum Beispiel von geschäftsrelevanten Daten und Dateien. »Das erleichtert die fundierte Entscheidungsfindung und beschleunigt die Unternehmensprozesse«, erklärt Büscher. »Aber dafür gibt es deutlich mehr Portallösungen oder ECM-Produkte, wie von Docuportal, mit denen sich diese Probleme schneller und einfacher lösen lassen.«
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