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[29.12.2009] (eh)
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Microsoft: mehr ECM-Funktionen bei »SharePoint 2010«

Peter Fischer
»SharePoint 2010« steht in den Startlöchern. Die Beta-Version ist bereits verfügbar, die finale Version kommt im ersten Halbjahr 2010. Microsoft möchte mit der neuen Sharepoint-Generation ganz klar eine neue Arbeitsweise in modernen Büros etablieren und verdeutlichen, dass es mehr ist als nur ECM- oder Kollaborations-Tool.

Nichtsdestoweniger wurden auch ECM-Funktionen verbessert. »Dieses Thema ist im deutschen Markt stärker ausgeprägt als in anderen Ländern«, erläutert Peter Fischer, Product Manager Sharepoint & Enterprise Search bei Microsoft, in einem ECMguide.de-Interview zum Schwerpunktthema »Sharepoint & ECM«. »Wir haben dem Rechnung getragen und zum Beispiel die Funktion der ‚document sets’ eingeführt. Dabei soll gerade bei öffentlichen Stellen die Aktenverwaltung und -bearbeitung effizienter und einfacher werden. Weitere Verbesserungen im ECM Bereich sind unter anderem Hierarchische Taxonomien, Dokumenten-IDs, Schnittstelle zur Langfrist-Ablage und CMIS.«

Sharepoint hat sich anscheinend auch in vielen Behörden bewährt und wird hier häufig eingesetzt. »Allerdings kommen diese Kunden häufig aus dem Bereich ECM und wissen oft nicht, wie viel mehr sie mit dem Produkt umsetzen und erreichen können«, erklärt Fischer. »Die neuen Europäischen Dienstleistungsrichtlinien üben einen starken Druck aus und lassen öffentliche Einrichtungen erkennen, dass sie kein neues Produkt brauchen. Hier können sie die Web-Integration nutzen, um wie gefordert alle Informationen zeitnah und für den einheitlichen Ansprechpartner übergreifend bereitzustellen.«

Trotz der vielen Funktionalität muss Microsoft immer noch viel in Aufklärungsarbeit stecken. »Obwohl das Produkt schon länger auf dem Markt ist, sehen viele es nach wie vor als Collaboration-Tool oder als ECM-Produkt«, meint Fischer. »ECM macht aber nur ein Sechstel der Funktionalität von Sharepoint aus. Hier müssen wir noch verstärkt die weiteren Features des Produkts hervorheben – wie beispielsweise Web-Content-Management. Die meisten Anwender bemerken die Funktionsvielfalt, wenn sie Sharepoint einsetzen und erweitern dann schrittweise.«

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