»SharePoint 2010« von Microsoft steht in den Startlöchern und soll die Anwender von seiner Funktionalität überzeugen. Häufig muss den Anwendern aber noch erklärt werden, was genau Sharepoint kann und nicht kann. »Wir beobachten im Markt einerseits eine große Begeisterung über den Funktionsumfang von Sharepoint und die Möglichkeiten, die dieses Produkt bietet«, erläutert Steffen Jakob, Bereichsleiter Microsoft Technologien beim IT-Dienstleistungsunternehmen adesso, in einem ECMguide.de-Interview zum Schwerpunktthema »Sharepoint & ECM«. »Andererseits suchen viele Unternehmen nach konkreten Einsatzszenarien, in denen sie diese Möglichkeiten auch nutzbar machen können. Hier sind wir als Beratungsunternehmen gefordert, unseren Kunden Vorschläge zu unterbreiten, wie sie Sharepoint effizient in ihre Geschäftsprozesse und individuellen Anforderungen integrieren können.«
Jakob ist – im Gegensatz zu vielen anderen Sharepoint-Marktteilnehmern – der Ansicht, dass das Microsoft-Paket bereits für viele Anwender genügend Leistungsmerkmal bereithält: »Nach unserer Erfahrung reichen die Sharepoint-Kernfunktionen für etwa 80 Prozent aller Anwender aus. Diese ‚Information Worker’ benötigen ein einfach zu nutzendes, intuitives Werkzeug für ihre täglichen Aufgaben.« Die anderen 20 Prozent der Anwender sind laut Jakob auf Spezialwerkzeuge angewiesen, »die zum Teil deutlich mehr Funktionalität aufweisen, aber auch wesentlich komplexer sind«.
»Gravierende Lücken« sieht der Adesso-Manager zum Beispiel im Bereich der revisionssicheren Archivierung und der Umsetzung von komplexen Workflows: »Auch die Integration mit SAP-Anwendungen lässt sich leichter über Partnerlösungen als generisch umsetzen.«
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