Millenniata/Primera »M-Disc«
Datenarchivierung von bis zu tausend Jahren? Auf optischen Disks? »Es handelt sich hierbei nicht etwa um einen Tippfehler«, beugt Andreas Hoffmann, Geschäftsführer von Primera Technology, etwaigen Missverständnissen vor. »Das Geheimnis liegt in der Verwendung so genannter M-Discs. Dabei handelt es sich um DVDs, die ausschließlich aus gesteinsähnlichem Material gefertigt sind.«
Hoffmann erläutert, dass herkömmliche optische Medien stets organische Elemente beinhalten, die dafür sorgen, dass CD, DVD & Co. praktisch mit dem Beschreiben in Qualität und Leistung abbauen – ein Effekt, der bei den M-Discs nicht eintreten kann. Diese sollen sogar mehrere Tage lang Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius und starker Sonneneinstrahlung widerstehen können. »Fast lässt sich sagen, dass die Menschheit mit den neuen Scheiben zu ihren Ursprüngen zurückkehrt, als wichtige Ereignisse, Verträge oder anderes Aufhebenswertes noch in Stein gemeißelt wurden. Diese Tafeln, Stelen, Denkmäler und Monumente haben schließlich auch die Jahrhunderte überdauert.«
M-Writer zum Beschreiben notwendig – zum Auslesen reicht normaler DVD-Player
Die M-Discs stammen vom amerikanischen Archivierungsspezialisten Millenniata, mit dem Primera eine Kooperation eingegangen ist. Notwendig für die Nutzung der M-Discs sind spezielle M-Writer. Primera baut diese zunächst in die Disc-Publisher-Modelle SE und Pro Xi2 ein. Die optischen Medien sind in bedruckbarer und nicht bedruckbarer Version erhältlich. Zum Einlesen und Abspielen wird kein spezielles Gerät benötigt, an dieser Stelle reicht jeder herkömmliche DVD-Player aus. Bei der M-Disc ist eine Veränderung der einmal gesicherten Inhalte laut Anbieter nicht mehr möglich.
Der M-Writer kann mit den meisten Computern und Betriebssystemen – Windows 7, Vista und XP, Apple-Mac-OS-X sowie Linux – genutzt werden. Für den Schreibvorgang wird eine entsprechende DVD-Brennsoftware benötigt. Primera liefert das hauseigene Produkt »PTPublisher« mit. Ebenso erhältlich ist ein Software-Development-Kit (SDK), mit dem Entwickler und Administratoren das Dupliziergerät in Anwendungen zur Archivierung von Videos, Fotos oder Dokumenten einbinden können.
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