Böser Ausrutscher im Hause BakBone Software: Die letztes Jahr mit viel Hoffnungen zugekaufte ColdSpark und das daraus resultierende Projekt wurden komplett gestoppt. Bakbone wollte damit in das Segment von Enterprise-E-Mail-Infrastrukturlösungen und -Plattformen einsteigen.
Ein stark wachsender Markt, und im Prinzip eine natürliche Erweiterung für einen Backup-Spezialisten wie Bakbone. Auch Iron Mountain hat sich in diesem Segment bereits mit Mimosa Systems verstärkt. Aber es funktioniert eben nicht immer. Für den Projektstopp muss Bakbone nun Abschreibungen von 12,6 Millionen US-Dollar vornehmen, die noch rückwirkend im vierten Fiskalquartal (endete 31. März 2010) verbucht werden. Eine Menge Geld für ein Unternehmen, dass im Fiskaljahr 2008/09 (31. März 2009) 56,0 (i.V. 50,9) Millionen US-Dollar umsetzte und dabei einen Nettoverlust von 5,5 (7,7) Millionen US-Dollar einfuhr.
Zurück bei den Backup-Wurzeln
Bakbone ist damit wieder zurück im Backup. Laut Steve Martin, Senior Vice President, Chief Financial Officer und Interim-CEO von Bakbone, fokussiere man nun auf »NetVault: Backup«, »NetVault: FASTRecover« und »NetVault: SmartDisk«. Der vorherige CEO Jim Johnson verließ Bakbone bereits letzten Monat – er ahnte wohl, dass das Coldspark-Abenteuer aus dem Ruder lief.
Der Projektstopp kostet auch Kenneth Horner seinen Job. Er war als Senior Vice President, Corporate Development und Strategie zuständig für Zukunftsprojekte – und damit auch für die Coldspark-Entwicklung.
.