Es geht weiter mit der MAID-Technologie (Massive Array of Idle Disks). Nachdem SGI vergangenen Februar die Assets der strauchelnden Firma Copan Systems kaufte (speicherguide.de berichtete), stellt SGI nun die weiterentwickelte Speicherplattform »Copan 400« vor.
Das neue System stellt mit einer Kapazität von fast 1,8 PByte pro Cabinet eine doppelt so hohe Speicherdichte bereit, wie die vorherige Copan-Generation. Zudem wurde die Leistung gegenüber den Vorgängermodellen um das Vierfache gesteigert – bei einem Datentransfervolumen von bis zu 23 TByte pro Stunde bei voller Bandbreite verspricht SGI, dass dennoch die vollständige Einhaltung des budgetierten Stromverbrauchs gewährleistet sei.
Dreifach höhere Speicherdichte als vergleichbare Lösungen
Im Vergleich zu anderen Archivierungslösungen soll Copan 400 einen deutlich geringeren Platz und Energiebedarf aufweisen. Außerdem biete es eine bis zu dreifach höhere Speicherdichte als vergleichbare Lösungen wie »EMC Centera«, »IBM Information Archive« oder »Dell< PowerVault DL2100«, deren Preis zudem 3,5- bis siebenmal höher sei.
Die Copan-Speicherplattform setzt bekanntermaßen als Technologie für die Festplatten-Arrays das energiesparende Enhanced-MAID (Massive Array of Idle Disks) ein, zusätzlich steht die Software »Power Managed RAID« zur Verfügung. Dies erlaubt es, den Stromverbrauch und die Aufwendungen für die Stromversorgung des Systems auf ein Minimum zu reduzieren, da die Zahl der gleichzeitig eingesetzten Festplatten als Vorgabe auf maximal 25 Prozent der Gesamtplattenzahl beschränkt bleibt. IT-Verantwortliche können diesen Wert individuell auf bis zu 50 Prozent erhöhen, um die Kombination aus Leistung und Stromverbrauch des Systems optimal auf die jeweilige Einsatzumgebung abzustimmen.
»Disk Aerobics« überwacht proaktiv Festplattenzustand
Da die Copan-Plattform eben speziell für die Speicherung sehr großer Datenvolumina mit langen Aufbewahrungszeiten entwickelt wurde, gibt es noch Funktionen wie »Disk Aerobics« zur proaktiven Überwachung der Datenintegrität und des aktuellen Zustands der Festplatten. Hierbei wird durch die prädiktive Kontrolle und Wartung der Festplatten die beim Ausfall einer Speichereinheit notwendige langwierige Wiederherstellung von RAID-Arrays vermieden, indem Daten rechtzeitig auf ein anderes Laufwerk verschoben werden, bevor ein Fehler auftritt.
Von der neuen Copan-Plattform gibt es zwei Versionen. »Copan 400T/TX« ist als VTL (Virtual Tape Library) vorkonfiguriert. Außerdem erlaubt sie eine einfache Integration in Archivierungslösungen wie SGIs »Infinite Storage Data Migration Facility« (DMF). Die zweite Version, »Copan 400M«, bietet die native Unterstützung von MAID für den direkten Zugriff auf aktive Archive und Disk-to-Disk-Lösungen über »IBM Tivoli« oder »Commvault Simpana«. Außerdem arbeitet das System nahtlos mit der Softwareplattform für das Digital-Asset-Management »SGI LiveArc« zusammen.
Das 400T-System soll ab sofort erhältlich sein, das 400M-Modell soll im Laufe dieses Jahres verfügbar sein. Preise nannte SGI nicht.
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