Neben IT-Energietechnik, Video Conferencing und Security betritt Cisco mit dem Collaboration Tool Quad ein weiteres neues Geschäftsfeld, das als besonders zukunftsträchtig gilt. Damit macht der Netzwerkgigant vor allem Microsoft und IBM Konkurrenz.
Von Annette Stadler
Als zentrale Kommunikationsplattform mit dem Look and Feel von Facebook präsentiert Cisco sein Collaboration-Tool »Quad«. »Inzwischen gelangen auch Digital Natives in Führungspositionen und genau diese wollen wir mit Quad ansprechen«, erklärt Carsten Heidbrink, der seit zehn Monaten den Collaboration-Bereich von Cisco im deutschsprachigen Raum leitet. Bei Quad vereint Cisco Groupware-, Kalender- und E-Mail-Funktionen mit Bloq-, Video-, Instant Messaging und beispielsweise visueller Voice-Mail. Die Quad-Positionierung klingt ähnlich wie die von Sharepoint 2010, das als zentrale integrierte IT-Plattform Intranet-, Extranet- und Internetanwendungen vereint (siehe dazu Sharepoint-Artikel) .
IBM und Microsoft dürften von der neuen Konkurrenz nicht sonderlich begeistert sein. Seitens Cisco betont Heidbrink aber, dass die Zusammenarbeit mit Notes und Microsoft wie bisher weiter gehen wird. Als ECM-Tool betrachtet Cisco sein neues Werkzeug nicht, wohl aber als Schnittstelle zu zahlreichen ECM-Funktionalitäten.
Bis Quad offiziell auf den deutschen Markt kommt, dauert es laut Heidbrink noch drei Quartale. Die Art der Vermarktung ist weitgehend offen. »Im Moment sprechen wir mit großen Service Providern wie Deutsche Telekom und O2«, sagt Heidbrink. Vorgesehen ist Quad für den Einsatz in sehr großen Unternehmen, die auch 100.000 Anwender und mehr vorweisen können. Derzeit muss sich Quad bei Cisco selbst beweisen. Das Unternehmen integriert es weltweit und soll dann den 65.000 Cisco Mitarbeitern dienen. Bei den 800 deutschen Cisco Angestellten wird die Quad-Implementierung in den nächsten Wochen erwartet.