Das Möglinger Softwarehaus USU Software ist bekanntermaßen bereits mit einem Framework im Bereich Lizenzmanagement unterwegs. Im Bereich reines Software-Lizenzmanagement dagegen gab es noch eine Lücke. Die schließt USU nun mit einer 51prozentigen Beteiligung an der Aachener Aspera.
Das Unternehmen gilt weltweit führender Anbieter von Lösungen für das Software-Lizenzmanagement. Immerhin mehr als 90 Kunden, darunter acht der Topp-10-DAX-Konzerne, nutzen die Software. Das Thema Software-Lizenzmanagement ist angesichts verschärfter Compliance-Richtlinien für Unternehmen jüngst zu einem zentralen Risikofaktor geworden. Compliance-Sündern drohen empfindliche Sanktionen bis hin zu hohen Geld- und Gefängnisstrafen. Aber es ist nicht nur Compliance: Zugleich lassen sich durch ein optimiertes Lizenzmanagement enorme Kostenvorteile realisieren.
Wichtiger Zugang zu neuen Kunden
Die Akquisition bringt enorme Synergien für USU. Nicht nur im Bereich Software-Lizenzmanagement: USU erhält außerdem auch einen außerordentlich wichtigen Zugang zu neuen Kunden. »Es ist uns gelungen«, erläutert USU-Vorstandssprecher Bernhard Oberschmidt, »mit Aspera ein dynamisch wachsendes, hoch profitables Unternehmen zu gewinnen, das sich als Marktführer im Software-Lizenzmanagement ideal in das Portfolio der USU-Gruppe einfügt.«
Im Geschäftsjahr 2009/10 hat die schnell wachsende Aspera etwa 4 Millionen Euro umgesetzt bei einer deutlich zweistelligen Umsatzrendite (Vorsteuermarge rund 25 Prozent). Dafür bezahlt man etwa 3 Millionen Euro, zur Hälfte je in Aktien und Bargeld. Die restlichen 49 Prozent kann USU innerhalb von zwei Jahren übernehmen; der Preis ist dann natürlich vom Erreichen gewisser Vorgaben fällig.
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