zur Startseite 
Anzeige
 Fehlerteufel
 © 2012 by
speicherguide.de GbR
Seite empfehlenSeite empfehlen
Diese Seite bookmarken bei ...
  Diese Seite Ihren XING-Kontakten zeigen   Seite bei Google bookmarken    Seite bei Mister Wong bookmarken    Seite bei Linkarena bookmarken    Seite bei Yigg bookmarken    Seite bei Webnews bookmarken    Seite bei Folkd bookmarken 
[08.07.2011] (eh)
Article Rating

PDFs als Schadcode-Einfallstor bei iPhone, iPad und Co

E-Mails mit infizierten PDFs (Bild: Symantec)
E-Mails mit infizierten PDFs (Bild: Symantec)
Dass Microsoft-Office-Dokumente als Virenschleudern bekannt sind, sollte eigentlich jeder aufgeklärte PC-Anwender wissen. Aber in jüngster Zeit trifft es zunehmend die ursprünglich extrem sicheren Adobe-PDF-Dokumente. Jetzt sieht sich sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) genötigt, vor verseuchten PDFs zu warnen, die darauf programmiert sind, kritische Schwachstellen des Betriebssystems Apple-iOS auszunutzen.

Anklicken eines manipulierten PDF-Dokuments reicht aus

Bereits das Anklicken eines manipulierten PDF-Dokuments oder das Ansurfen einer mit PDF-Dokumenten versehenen Webseite reichen aus, um die mobilen iOS-Geräte iPhone, iPad und iPod touch ohne Wissen des Nutzers mit Schadsoftware zu infizieren. Die Schwachstellen ermöglichen es potenziellen Angreifern, Zugriff mit Administratorrechten auf das komplette System zu erlangen. Bislang steht laut BSI noch kein Patch für diese Sicherheitslücken zur Verfügung.

Von den Schwachstellen betroffen sind die Betriebssysteme Apple iOS für iPhone 3GS und iPhone 4 bis einschließlich Version 4.3.3, Apple iOS für iPad und iPad 2 bis einschließlich Version 4.3.3 sowie Apple iOS für iPod touch bis einschließlich Version 4.3.3. Derzeit ist laut BSI nicht auszuschließen, dass auch weitere Versionen des Betriebssystems iOS von der Schwachstelle betroffen sind.

Schwachstellen bekannt – aber noch keine Angriffe beobachtet

Die Schwachstellen sind öffentlich bekannt und Exploit-Code zu deren Ausnutzung ist in Hacker-Kreisen verfügbar. Zwar wurden noch keine Angriffe beobachtet, es ist jedoch damit zu rechnen, dass Angreifer die Schwachstellen zeitnah ausnutzen werden. Mögliche Angriffsszenarien für Cyber-Kriminelle sind unter anderem das Auslesen von vertraulichen Informationen (Passwörtern, Online-Banking-Daten, Terminkalendern, E-Mail-Inhalten, SMS oder Kontaktdaten), der Zugriff auf eingebaute Kameras, das Abhören von Telefongesprächen sowie die GPS-Lokalisierung des Nutzers.

Aufgrund der Popularität der iOS-Geräte werden diese häufig auch im beruflichen Umfeld genutzt. Nach Kenntnis des BSI werden insbesondere iPhone und iPad auch im höheren Management eingesetzt. Daher ist es möglich, dass die Schwachstellen auch für gezielte Angriffe auf Führungskräfte ausgenutzt werden, beispielsweise um an vertrauliche Unternehmensinformationen zu gelangen.

Empfehlung: nur PDFs aus sicheren Quellen anklicken

Empfehlungen des BSI: Bis zur Veröffentlichung eines Software-Updates des Herstellers sollten PDF-Dokumente aus unbekannten oder unsicheren Quellen auf iOS-Geräten nicht geöffnet werdn. Dies gilt sowohl für PDFs, die im Rahmen von Webseiten bereitgestellt werden, als auch für PDFs in E-Mails oder anderen Applikationen.

Die Nutzung des Browsers auf dem mobilen Endgerät sollte auf vertrauenswürdige Webseiten beschränkt werden. Hyperlinks in E-Mails oder auf Webseiten sollten nur geöffnet werden, wenn diese aus vertrauenswürdigen Quellen stammen. Bei der Nutzung von Suchmaschinen sollten Surfer bei den Ergebnissen in der Trefferliste darauf achten, nicht ein PDF-Dokument anzuklicken. Das BSI geht davon aus, dass Apple zeitnah ein Sicherheits-Update veröffentlichen wird, das die Schwachstellen schließt.

.
Rating
Kommentare
Only registered users may post comments.
 ...nach oben 
Special »ECMguide.de-News«
powered by:
 Anzeigen
»Mit dem Smartphone ins Unternehmensarchiv«
Advertorial von
ELO
Lesen Sie das Advertorial ...
ECM-News - Archiv