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[10.01.2012] (eh)
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VOI positioniert sich als anwenderorientierter Verband

Anwenderorientiert - der neue »VOI 2.0« (Bild: VOI)
Anwenderorientiert - der neue »VOI 2.0« (Bild: VOI)
Der Jahresanfang ist gut für eine Neupositionierung. Schließlich hat der VOI – Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. letztes Jahr durch den wesentlich größeren Verband Bitkom und dessen neuem ECM-Arbeitskreis kräftig Konkurrenz bekommen. »VOI 2.0« nennt sich nun ein regelrechter Paradigmenwechsel, den der VOI selbst so tituliert. Einen zentralen Stellenwert sollen dabei die Anwender erfahren – eigener Einschätzung zufolge waren sie »bislang unterrepräsentiert«.

Anwender sollen künftig mit den von ihnen erwarteten Lösungsanforderungen den neuen Mittelpunkt im Geschehen des VOI bilden. Dies habe unmittelbare Auswirkung auf die Neuausrichtung und spiegele sich in einer überarbeiteten Verbandsstruktur wider.

VOI formuliert vier zentralen Elemente

Die damit verbundenen vier zentralen Elemente, die unmittelbar auf den ECM-/DMS-Anwender zielen, werden seitens des VOI so beschrieben:
1) Vereinfachte, direkte Kontaktaufnahme für jedwede Art von Anfragen und rasche Reaktion mittels neu verteilter Aufgaben zwischen Vorstand und Geschäftsführung.
2) Erweiterte direkte und mediale Möglichkeiten, sich jederzeit über aktuelle Entwicklungen auf dem ECM-/DMS-Feld informieren zu können.
3) Aus Anwendersicht unmittelbar auf ECM-/DMS-nahe Ergebnisse Einfluss zu nehmen, also »mitmachen« zu können – und zwar ganz konkret bei der Erarbeitung praxisnaher Lösungen oder aber bei der theoretischen Aufbereitung von Themen.
4) Den VOI mit seinen schon lange vorhandenen Stärken zu »erleben« – hierzu gehören die professionellen Messeauftritte, Vortragsreihen und Publikationen genauso, wie die Mitarbeit und das Networking in den Gruppen des VOI.

»Durch die konsequente Einbindung der Anwender in die Verbandsarbeit wollen wir unsere Position als entscheidender Interessenvertreter der Branche stärken«, sagt Petra Greiffenhagen, Vorstandsvorsitzende des VOI. »Dabei orientieren wir unsere Aktivitäten künftig verstärkt und unmittelbar an den aktuellen fachlichen und IT-bezogenen Anforderungen der Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.«

Aus Frage- und Problemstellungen werden Lösungen

Interessenten sollen über Anwendungsbeispiele einen unmittelbaren Praxisbezug erhalten, der ihnen transparent den Nutzen von DMS- und ECM-Systemen darstellt. Eine der neuen Schnittstellen, über die solche Informationen fließen können, ist der so genannte Info-Point. Potenzielle Kunden, Institutionen oder Behörden können hier konkrete Fragen an die Experten richten. Sie werden zur Beantwortung umgehend an die zuständigen VOI-Institutionen weitergeleitet.

Dass aus Frage- und Problemstellungen Lösungen werden, dafür sollen die neuen Solution Center sorgen. Sie sieht der VOI als Schlüssel für die Lösungsorientierung zum Anwender und Kunden. In diesem Rahmen sollen künftig in möglichst kurzen Zyklen – und unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen – konkrete Anwendungsbeispiele entwickelt und vorgestellt werden.

Aktuell arbeitet bereits das »Solution Center Business Processes« (SCBP), dessen Mitglieder auf dokumentenbasierende Geschäftsprozesse spezialisiert sind, sowie das »Solution Center Integriertes DMS«, das Anwendern an Hand von Praxisbeispielen zeigt, wie sich Dokumenten-Management als integrative Basisplattform in vorhandene und komplexe IT-Architekturen einbinden lässt. Weiterhin befasst sich das neu gegründete »Solution Center E-Mail-Management« mit Methoden, Werkzeugen und Technologien für ein effizientes E-Mail-Management.

Die »VOI Competence Center« (CC) werden inhaltlich völlig neu ausgerichtet

Der Begriff der »VOI Competence Center« (CC) bleibt erhalten; jedoch werden diese Gruppen inhaltlich völlig neu ausgerichtet. Als Wissens-Zentren des VOI, die Themen proaktiv aufnehmen, übergreifend – auch über den VOI hinaus – diskutieren und aufbereiten, sollen sie in der Zukunft flexibel geführt werden und agieren können. VOI-Mitglieder sollen sich künftig zu einem aktuellen Thema kurzfristig und temporär in einem CC zusammenfinden, Lösungsansätze entwickeln und nach außen tragen – um dann das jeweilige CC aufzulösen und sich einem neuen Thema zuzuwenden.

Unabhängig davon werde es auch weiterhin bestimmte Competence-Center als Wissens-Pools geben, die mittel- und langfristig Bestand haben werden – hierzu gehören aktuell die CCs »ECM in the Cloud«, »IT-Sicherheit und Compliance«, »Steuern & Recht« sowie »Standards und Normen ECM«.

VOI versus Bitkom: Spannung auf der CeBIT

Spannend wird es auf jeden Fall auf der kommenden CeBIT (6. bis 10. März 2012) in Hannover. In Halle 3 wollen beide Verbände – VOI und Bitkom – mit einem eigenen Gemeinschaftsstand auftreten. Zukünftig wollen beide Verbände auch ein entsprechendes ECM-Portal aufmachen.

Dem normalen Anwender kann es nur recht sein, denn Konkurrenz belebt das Geschäft – auch bei Verbänden. Und: »Immerhin wird das Akronym ECM Enterprise Content Management dadurch einer größeren Öffentlichkeit bekannt«, schreibt ECM-Consultant Dr. Ulrich Kampffmeyer von Project Consult Unternehmensberatung in einem Blog auf seiner Website.

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