Dokumentenscanner »ScanMate i920« (Bild: Kodak)
Was für eine Nachricht: Das US-Unternehmen
Kodak musste in den USA Insolvenz nach dem Gläubigerschutzparagraphen »Chapter 11« beantragen. In den hiesigen Breitenmedien wird dies immer mit dem Unterton gebracht, dass es ein einstiger Pionier der Fotografie – Filme, Papierabzüge und Fotoapparate – wohl nicht geschafft hat, sich auf den durch die Digitalisierung veränderten Markt einzustellen.
Aber das 130 Jahre alte Unternehmen Kodak ist mehr als nur Fotografie. Das Unternehmen bewegte auch im B2B-Bereich viel. Im Storage-Bereich beispielsweise mit Photo-CD und später mit der Picture-CD. Im Archivierungsbereich mit Optical-Disks hatte Kodak eine eigene 14-Zoll-WORM-Disk entwickelt, für die man sogar eine ISO-Norm für ein Archiv-Speichersystem erhielt. Für viele Storage-Systeme anderer Hersteller offerierte Kodak teilweise weltweit Professional Service.
Plan war, und ist jetzt erst recht: Patente verkaufen
Im ECM-Segment (Enterprise Content Management) war Kodak aktiv mit Softwareprodukten wie Archiv, Viewer, Imaging, Bildverbesserung, Optical-Filing und Workflow. Dokumentenscanner von Kodak waren und sind trendsetzend. Das Segment Tintenstrahldrucker schien zuletzt richtig gut zu laufen.
Unter Chapter 11 kann Kodak zunächst weiterarbeiten. Die Hoffnungen liegen auf einem gewinnbringenden Verkauf von Patenten. Die Auslandsgesellschaften, unter anderem die deutsche, sollen nicht von der Insolvenz der Muttergesellschaft betroffen sein.
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