Die Mehrheit hätte gerne direkt aus der Applikation Zugriff auf archivierte Daten (Quelle: NetApp)
Archivierung ist fast schon eine Standardapplikation. 63 Prozent der 479 Teilnehmer einer Online-Umfrage haben eine Archivinfrastruktur installiert. Von den 37 Prozent, die mit Nein antworteten, befassen sich 80 Prozent konkret mit deren Einführung. Sehr eilig scheinen neue Projekte dennoch nicht zu sein: 68 Prozent haben die Umsetzung nicht mehr für 2006 geplant.
Fakt ist: Archivieren entlastet die Primärspeicher, beschleunigt die Suche nach Daten und ist die ultimative Rückversicherung für den Ernstfall.
NetApp und
Symantec wollten es jedoch genauer wissen und haben nachgefragt, ob und wie Unternehmen ihre Daten archivieren.
Die Ergebnisse der Online-Umfrage zeigen, dass liegen die Gründe für die Archivierung oftmals in der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften, aber auch in internen Vorgaben liegen. Die Abbildung eines Archivs auf Wunsch der Fachabteilungen spielt bei jedem dritten Unternehmen eine Rolle: Die Gruppe Verwaltung/HR/Vertrieb liegt mit 41 Prozent vor der Gruppe Produktion/Entwicklung mit 34 Prozent gefolgt von der Finanzabteilung mit 19 Prozent.
Lediglich 6 Prozent zufolge kommt der Wunsch nach einem Archiv aus allen Abteilungen. Dass dabei Archivinseln entstehen können, liegt auf der Hand. Jeder zweite, der Archivlösungen nutzt und deren Veränderung ins Auge fasst, hat daher entweder die Konsolidierung bestehender Archive in einem ECM-System (Enterprise Content Management) zum Ziel oder aber die Entlastung der Primärspeicher.
Bei der Art der Archivmedien ist eine Trendwende zu beobachten. Während bei den bestehenden Archiven Festplatte und Tape mit 38 und 39 Prozent der Nennungen fast gleich auf liegen, wird bei den Archiv-Neulingen die Festplatte mit 53 Prozent häufiger genannt als Tape. Die Bedeutung der optischen Speicher sank in diesem Vergleich von 23 auf 16 Prozent. Generell schätzt mehr als die Hälfte die Größe des Archivs auf über 1 TByte.
Bei den archivierungswürdigen Daten steht die Gruppe der Dateien an oberster Stelle, gefolgt von Datenbanken/ERP und E-Mail/Groupware. Bei den neu aufzusetzenden Archiven liegt E-Mail/Groupware vor Datenbanken/ERP. Bei der Recherche nach archivierten Inhalten lässt sich ein Trend klar erkennen: 51 Prozent hätten gerne direkt aus der Applikation – wie zum Beispiel Microsoft-Exchange, Office, Lotus-Notes, SAP oder Fachapplikationen – Zugriff auf archivierte Daten. 14 Prozent würden eine DMS-, CMS- oder Archivapplikation nutzen, während 19 Prozent den Zugang zum Archiv über eine Web-basierte Oberfläche bevorzugen. Bei immerhin 17 Prozent sollten nicht alle autorisierten Benutzer auch Zugriff auf das Archiv haben, so dass die Informationsbeschaffung aus dem Archiv Sache der Storage-Administration oder auch des Helpdesk wäre.
Obwohl 96 Prozent firmenintern archivieren, können sich 16 Prozent vorstellen, diese Aufgabe an einen externen Dienstleister auszulagern. Dennoch scheint Archiv-Outsourcing derzeit mehr Gedankenspiel als konkrete Option zu sein. Die Archivierung über Datenfernleitungen spielt lediglich bei 29 Prozent eine Rolle. Ob aufgrund zu geringer Bandbreite oder einer zentralisierten Datenhaltung sei dahingestellt.
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