Fahrlässig: Nur jedes fünfte mobile Speichermedium ist verschlüsselt (Quelle: Utimaco)
Mobiles Arbeiten wird nicht konsequent abgesichert: Gerade einmal jedes fünfte mobile Speichermedium (19,2 Prozent) ist derzeit komplett verschlüsselt, weitere 18,6 Prozent werden zumindest teilverschlüsselt, so dass wenigstens die vertraulichen Daten geschützt sind. Zu diesem Ergebnis kommt der Sicherheitsexperte
Utimaco Safeware in ihrer weltweit angelegten Sicherheitsumfrage, die im Januar unter 1.117 Geschäftsanwendern aus allen Bereichen – hauptsächlich Telecom & IT, Finanzsektor und dem öffentlichen Dienst – durchgeführt wurde.
Auf der anderen Seite räumten rund 30 Prozent der Befragten ein, auf den Speichermedien auch vertrauliche Geschäftsdaten zu transportieren, etwa Account- und Kundendaten, Vertragsunterlagen oder Informationen zu Umsatzzielen. Und 27 Prozent gaben zu, dass ihnen bereits einmal ein Speichermedium abhanden gekommen ist.
Laut Utimaco sind insgesamt 55 Prozent aller Daten auf mobilen Speichern nicht geschützt. Interessanterweise ist sich die klare Mehrheit darüber im Klaren, dass etwas getan werden muss: 89 Prozent der Geschäftsleute gaben an, dass es wichtig sei, die Informationen auf Sticks und Speicherkarten gegen den Zugriff Unbefugter zu sichern. Überraschende 8,3 Prozent der Umfrageteilnehmer räumten ein, dass ihr Arbeitgeber eine Sicherheits-Policy besitzt, die aber nicht in Kraft ist.
Unklar ist, wie dieser Widerspruch zu erklären ist. Möglicherweise stellen Unternehmen ihren Mitarbeitern keine Lösungen zur Verfügung, mit denen sie die Daten auf Speichermedien oder die Medien komplett sichern können.
Hinzu kommt, dass nur 7 Prozent der Unternehmen eine strikte Sicherheitsrichtlinie ausgegeben haben, die den Schutz von Informationen auf mobilen Speichern regelt. Idealerweise kommen dabei Lösungen zum Zuge, die Daten automatisch verschlüsseln, sobald diese auf einen Stick oder eine Speicherkarte übertragen werden.
Utimaco bietet solche Sicherheitslösungen für Endgeräte an, darunter »Safeguard Enterprise« für den Schutz von Daten auf mobilen und stationären Systemen. Interessenten können eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie von der Utimaco-Website herunter laden.
Utimaco gehört übrigens mit zu einem Security-Aktien-Zertifikat, das die
Dresdner Bank in Zusammenarbeit mit dem Börsenbrief »Betafaktor.de« aufgelegt hat. In dem Basket des Zertifikats sind überdies noch die Unternehmen
Symantec, Taser International, L-1 Identity Solutions, Computerlinks, Trend Micro, Gemplus International, Mühlbauer Holding, Secunet und
Computerlinks enthalten.
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