Rick Belluzzo, Chairman und CEO, Quantum
Der Backup- und Archivierungsspezialist
Quantum hat seinen Verlust im vierten Fiskalquartal (31. März) gegenüber dem Vorjahrzeitraum um 2 Cent auf 10 Cent pro Aktie oder von 23 auf 20 Millionen US-Dollar reduziert. Die Analystenschätzung lag bei 4 Cent Verlust. Vor dem Hintergrund der Akquisition von
Adic im August letzten Jahres konnte der Umsatz um 35 Prozent von 205,7 auf 277,3 Millionen US-Dollar gesteigert werden; damit verfehlte man allerdings die Erwartung der Wall Street, die bei 289,2 Millionen US-Dollar lag.
Allerdings zeigen sich doch langsam die positiven Effekte der Adic-Übernahme. Denn im Gesamtfiskaljahr 2006/07 konnte der Umsatz »nur« um 22 Prozent auf knapp über 1 Mrd. US-Dollar gesteigert werden.
Die Kosten der Übernahme belasten das Ergebnis weiterhin, der Nettoverlust stieg um über 50 Prozent auf 64 Millionen US-Dollar – beziehungsweise 33 Cent je Aktie. Die Bruttomarge konnte der Konzern allerdings um 11 Basispunkte auf 28,9 Prozent steigern. Ein beachtlicher Fortschritt, denn parallel gehen die Einnahmen durch Lizenzen – vor allem im Zusammenhang mit der eigenen Bandtechnik DLT – zurück. Dafür konnte man deutliche Umsatzzuwächse in den Bereichen Tape Automation und Services schaffen, die im Quartalsvergleich um 79 bzw. 17 Millionen US-Dollar zulegten.
Verständlich, dass sich
Rick Belluzzo, Chairman und CEO von Quantum, trotzdem mehr als zufrieden zeigt: »Das März-Quartal war das zweite Quartal, in dem Adic und Quantum als ein Unternehmen agierten. Obwohl das vierte Quartal nicht so stark war, wie wir es erwartet haben, war unser operativer Gewinn in den letzten zwei Quartalen besser als in den letzten fünf Jahren – unter Nichtberücksichtigung von Abschreibungen, Aktienrückzahlungen und Akquisitionskosten.«
Das honorierte dann letztendlich auch die US-Börse. Der Quantum-Kurs stemmte sich gegen eine ansonsten sehr schwache Nasdaq (-1,52 Prozent) kletterte um beachtliche 7,33 Prozent auf einen gestrigen Schlussstand von 2,93 US-Dollar.
Quantum ist übrigens Teil eines Storage-Aktien-Zertifikats, das die
Dresdner Bank in Zusammenarbeit mit dem Börsenbrief »BetaFaktor.de« aufgelegt hat. In dem Basket des Zertifikats sind überdies noch Aktien der Unternehmen
Plasmon, Seagate, Adaptec, Symantec, SanDisk, Imation, Network Appliance, Singulus und
EMC enthalten.
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