Josef Doods, CEO, Archiware
Von »Presstore«, der Software-Lösung zur Sicherung, Archivierung und Synchronisierung von Daten von dem Münchner Softwarehaus
Archiware, ist derzeit die Version 2.3.10 draußen. Aber für den Herbst steht ein Major-Release an: Version 3.0 geht dann an den Start, gab
Josef Doods, CEO des Unternehmen, schon mal gegenüber
speicherguide.de einen Einblick.
Eines der Highlights der kommenden Presstore-Version ist die Unterstützung für Exchange-Server. Außerdem wird die Sicherung von Daten von mobilen Mitarbeitern vereinfacht. Und darüber hinaus werden CDP-Ansätze (Continuous Data Protection) implementiert. Das besondere an Presstore ist und bleibt: Für den Anwender ist alles Web-basierend; heißt, es ist kein Native-Client mehr nötig, zur Bedienung reicht ein Web-Browser. Für Doods gilt nämlich die Philosophie: »Ein Restore-Prozess muss von jedem Anwender angestoßen werden können.«
Bei der Sicherung von Daten von mobilen Mitarbeitern arbeitet Presstore mit einer neuen Methode, eine Änderungssicherung gegen den Index durchzuführen. »Das ist eine bisher unbekannte Möglichkeit, auch portable Arbeitsplätze, wie Notebooks von Projekt- oder Vertriebsmitarbeitern, zu sichern, insbesondere wenn diese nur für kurze Zeit im Netzwerk des Unternehmens angemeldet sind«, erläutert Doods. »Sobald der Laptop im Netzwerk registriert wird, kann mit der Datensicherung begonnen werden. Die erste Sicherung ist immer eine vollständige, da der Index noch leer ist, bzw. neu angelegt wird. Durch das Referenz-Backup in Presstore muss der Mitarbeiter das Ende der Datensicherung nicht abwarten, sondern kann seinen Mobil-PC jederzeit vom Netzwerk abmelden und seine Termine wahrnehmen.« Jede andere Backup-Software, die nicht gegen den Index prüft, würde laut Doods die erste unvollständige Sicherung als abgebrochen vermerken und bei der nächsten Registrierung des Laptops im Netzwerk mit der Sicherung von vorne beginnen. »Gerade portable Arbeitsplätze«, betont der Unternehmenslenker, »die nur sporadisch im Netzwerk registriert sind, werden so niemals vollständig gesichert.«
Derzeit kommt Presstore auf rund 1.000 Installationen weltweit. Erste Installationen gibt es auch bereits in den USA. »Seit rund vier Wochen ist die Stadt New York mit einem Sicherungsvolumen von 50 TByte installiert«, freut sich Doods. Auch die hauseigene Mediaabteilung von
Apple Computer im kalifornischen Cupertino findet sich schon auf der Kundenliste. Generell will Doods mit der kommenden 3.0er Version auch stärker in den USA Fuß fassen, und erwartet zum Start, dass er fünf Systemhäuser in den USA als Partner ankündigen kann.
Der Vertrieb erfolgt nämlich strikt zweistufig über die Distribution. Weltweit sind nach Angaben von Doods für Archiware rund zehn Distributoren tätig, die wiederum mit geschätzten 85 Fachhändlern arbeiten. In Deutschland ist
Promo in Hamburg der Hauptdistributor.
Presstore selbst gibt es Modulen »Presstore Synchronize«, »Presstore Backup« und »Presstore Archive«. Im weitesten Sinne ähnlich sind noch Lösungen von
Atempo, BakBone oder
Arkeia. Allerdings betont Doods, dass keiner der Mitbewerber einen vergleichbaren plattformübergreifenden Ansatz fahre: für Windows, Linux und Macintosh. Wenn er die Möglichkeit hätte, als kleines Softwarehaus stärker vertrieblich aufzutrumpfen, »dann würden wir im Linux-Bereich beispielsweise Arkeia überall ablösen«, orakelt Doods. Derzeit gilt es aber gerade die sich öffnenden Märkte im Mac-Bereich zu besetzen, da sich
EMC Insignia bei ihrem »Retrospect«-Paket Doods’ Erkenntnissen zufolge derzeit stärker auf die Windows-Version konzentriere, und dafür die Apple-Version vernachlässige.
Presstore wird traditionell stark im Verlags- und Medienbereich eingesetzt. Hiesige Referenzkunden sind hier beispielsweise
Neckermann, Condé Nast Verlag und
Hubert Burda Medien. Aber neuerdings schaffte man erste Installationen im Medizinbereich, hier heißt
Medizinische Hochschule Hannover der Vorzeigekunde.
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