John Clancy, President, Iron Mountain Digital
Der Archivierungs- und Datensicherungsspezialist
Iron Mountain geht mit proppenvollen Taschen auf Einkaufstour. Für eine ungenannte Summe wird jetzt
Xepa Digital übernommen, ein Dienstleister mit Fokus auf die Konvertierung von analogen und veralteten digitalen Audio- und Videobändern in digitale Dateiformate mit hoher Auflösung. Iron Mountain möchte damit seiner Marktpräsenz in der Film- und Audiobranche stärken.
Bereits über sechs Millionen analoge Audiobänder zahlreicher Unterhaltungsunternehmen hat Iron Mountain derzeit eigenen Angaben zufolge unter Verwahrung. Dazu sollen auch wertvolle Masterbänder gehören. Mit der Übernahme von Xepa Digital sollen die archivierten Bänder nun vor Ort bei Iron Mountain konvertiert und digitalisiert werden können, ohne dass hierfür ein Standortwechsel notwendig sei.
Vor wenigen Wochen gab Iron Mountain bereits bekannt, dass man für 158 Millionen US-Dollar
Stratify übernehmen möchte, einen Spezialisten für hochmoderne elektronische Recherchedienste im juristischen Bereich. Das Unternehmen bietet Lösungen zur intensiven Recherche und Datenermittlung an, die von renommierten Anwaltskanzleien und Spitzenunternehmen genutzt werden. Mit dieser Akquisition will Iron Mountain sein E-Discovery-Angebot erweitern und Unternehmen jetzt eine komplette End-to-End-Lösung für Discovery-Services anbieten. Die Lösung soll sprach- und länderunabhängig sein und das effiziente Management von physischen und digitalen Informationen für Recherchen und Ermittlungszwecke weltweit ermöglichen. Darüber hinaus vereinfache sie den elektronischen Rechercheprozess und den Aufbau einer gesicherten Beweiskette, steigere die Präzision und Konsistenz der Prüfungsvorgänge und ermögliche Anwälten, während der Prüfung ausschlaggebende Dokumente mühelos zu identifizieren und zu sichern.
»Die Notwendigkeit für Recherchen zu Rechtsverfahren und behördlichen Auflagen ist heute so groß wie nie zuvor«, erklärt
John Clancy, President von
Iron Mountain Digital, der Technologie-Unit von Iron Mountain. »Unternehmen sehen sich mit erheblichen Belastungen konfrontiert, die aus den Kosten und der Komplexität von Ermittlungen in riesigen Informationsbeständen resultieren. Um unsere Kunden in diesem Bereich wirkungsvoll unterstützen zu können, hatten wir intensiv nach einem führenden Anbieter elektronischer Recherche- und Ermittlungsservices gesucht.«
Wer glaubt, Iron Mountains Akquiseappetit sei nun gestillt, der irrt.
CFO Brian McKeon sagte kürzlich in einem Telefoninterview mit Analysten, dass man bereit sei, noch weitere 0,5 bis 1,5 Milliarden US-Dollar in den nächsten fünf Jahren für Übernahmen auszugeben.
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