Erneuter Behördenauftrag:
Sun Microsystems rüstet die Kopfstellen des »Elster«-Projekts (Elektronische Steuererklärung) in allen 16 Bundesländern mit neuen Servern aus. Bereits seit 2003 liefert Sun Systeme an die Steuerbehörden. Bei der jüngsten Ausschreibung setzte sich Sun erneut durch und liefert 30 »Sun Fire V890«-Server, vierzehn »Sun Fire V490«-Server und 22 »Sun StorageTek ST6140«-Speicherarrays. Auf den Systemen findet quelloffene Software mittels Solaris und Java breiten Einsatz.
Bereits vor zehn Jahren startete die Steuerverwaltung das Projekt Elster, das es den Bürgern ermöglicht, ihre Steuerangelegenheiten weitgehend papierlos mit den Behörden abzuwickeln. Heute werden von Unternehmen über 95 Prozent der Steuerdaten digital übermittelt. Bei privaten Steuererklärungen liegt der Anteil erst bei knapp 20 Prozent – aber mit steigender Tendenz. In Spitzenzeiten werden innerhalb von nur acht Stunden fünf bis sieben Millionen Datensätze an die Steuerbehörden gesendet.
Um für die zunehmenden Anforderungen gerüstet zu sein, schrieb die Steuerverwaltung die Anschaffung neuer Systeme, bestehend aus Servern, Storage, Software und Service aus. Eigenen Angaben zufolge bekam Sun den Zuschlag zusammen mit dem Systemhaus
Computacenter aufgrund des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses.
Die eingesetzten Disk-Arrays können je bis zu 84 TByte an Daten fassen. Bis 2010 sollen die neuen Server den ansteigenden Datenstrom während der Übergangsphase bis zum endgültigen Wegfall der Lohnsteuerkarte absichern – danach werden die Rechenzentren wohl erneut erweitert. Dann bekommen die Bürger die Lohnsteuerkarte nicht mehr auf Papier, alles wird direkt digital zwischen den Behörden und den Arbeitgebern abgewickelt. Dadurch wird eine erneute Erweiterung nötig werden.
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