Unternehmen, deren Wissen überwiegend in ihren unstrukturierten Daten steckt, schöpfen dieses mangels entsprechender IT-Lösungen nicht aus. Dies ergab eine Studie der
International Data Group im Auftrag von Oracle. Zwar gaben zwei Drittel aller IT-Entscheider in Unternehmen an, dass sie unstrukturierte Daten verwalten oder entsprechende Projekte in Angriff nehmen. Dennoch gestanden 60 Prozent aller Befragten Unternehmen ein, zu viel Informationen zu besitzen oder entscheidungsrelevante Informationen zwischen unwichtigen Daten nicht zu finden.
Wie die Studie weiterhin ergab können Verantwortliche in vielen Ländern Europas mit dem Begriff »unstrukturierte Daten« kaum etwas anfangen. So konnten in Deutschland rund 44 Prozent, also knapp die Hälfte aller Befragten, den Begriff nicht einordnen. Damit liegt die Zahl derjenigen, für die »unstrukturierte Daten« unbekannt sind, um rund 14 Prozent über dem Durchschnitt in allen befragten Ländern. Schlechter als die Deutschen haben nur noch die Spanier abgeschnitten, besser waren dagegen Frankreich, die Schweiz, die Niederlande, Großbritannien und Belgien.
Unter denjenigen, die mit dem Begriff etwas anfangen konnten, wurde ermittelt, dass ihre Unternehmen durchschnittlich 4,28 Content-Management-Systeme einsetzen. Das lässt den Schluss zu, dass Content-Management nur sehr bruchstückhaft betrieben wird. Wohl nicht zuletzt deshalb gaben wenigstens 58 Prozent aller Befragten an, dass sie nach einer Möglichkeit der Konsolidierung suchen, um wenigstens nach Einführung eines Content-Management-Systems (CMS) strategischen Wert zu bieten.
Von Bedeutung ist weiterhin, dass 63 Prozent aller befragten Unternehmen E-Mail als größte Quelle für unstrukturierte Daten nennen und 86 Prozent zugeben, dass die meisten Informationen über Mail ausgetauscht werden. Überraschenderweise geben die Befragten gleichzeitig an, dass E-Mail die wichtigste Informationsquelle ist, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen.
»Die Studie zeigt, dass sich die Hälfte der befragten Unternehmen darüber im Klaren ist, dass die Verwaltung von unstrukturierten Daten wichtig für ihre Geschäftsprozesse und ihre Produktivität ist«, sagt
Javier Cabrerizo, Senior Director Enterprise Content and Collaboration Services bei Oracle EMEA. »Gleichzeitig hat die Studie klar ermittelt, dass es große Hürden gibt: E-Mail wird zuviel dafür eingesetzt, Inhalte zu verwalten; ein abteilungsspezifischer Ansatz erschwert es, Informationen übergreifend auszutauschen; flexible Web-2.0-Werkzeuge werden als wichtig für dynamische Umgebungen angesehen.«
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