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[27.02.2008] (eh)
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HP schaltet bei EVA in den 6. Generations-Gang

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EVA4400: Oberklasse-Features für mittelständische Unternehmen (Bild: HP)

Als nahezu vollkommen neue Plattform präsentiert sich das »StorageWorks Enterprise Virtual Array 4400« (EVA4400), mit dem HP nun in die sechste Generation ihrer für den Mittelstandskunden konzipierten Array-Systeme geht. War die letztjährige Neuankündigung der EVA4100 mehr eine Art Frischzellenkur für die EVA4000, bei der eigentlich nur der Controller kräftig aufgewertet wurde, so wurden nun neben dem Controller u.a. das gesamte Chassis, der Einbau der Festplatten und die Software-Offerten überarbeitet.

Vor allem aber legte HP großen Wert darauf, dass es für die avisierte Mittelstandsklientel äußerst einfach und zu bedienen und zu installieren ist. Mitgeliefert wird deshalb beispielsweise der Installations-Wizard »SmartStart«. »Damit lässt sich das System in einer viertel Stunde konfigurieren«, verspricht Guido Klenner, Business Manager bei HP für die EVAs, im Hintergrundgespräch mit speicherguide.de. »Innerhalb dieser Zeit sehen die angeschlossenen Server den ersten Speicher.«

Mit dem neuen EVA-Einstiegsmodell pocht HP darauf, dass nun auch dem Mittelstand Virtualisierungs- und Management-Funktionen wie von einem Enterprise-System zur Verfügung stehen. In Verbindung mit entsprechenden Service- und Support-Optionen ist die EVA4400 mit denselben Hochverfügbarkeitsmerkmalen wie die anderen Mitglieder der EVA-Familie ausgestattet. »Wenn es jemand braucht, dann ist mit der EVA4400 eine 99.999-Prozent-Verfügbarkeit erreichbar«, betont Klenner. Für Hochverfügbarkeit sorgen redundante, im laufenden Betrieb austauschfähige Komponenten wie Speicherplatten, Netzteile und Lüfter. Auch die Pfade von den Controllern direkt zu den Festplatten sind mehrfach redundant. Zudem bietet das Array mit »HP EVA Business Copy« und »HP EVA Continuous Access« Technologien für die Datenreplikation – sowohl lokal aus auch remote.

Das Array hat eine maximale Speicherkapazität von 96 TByte. Zwei Controller-Module mit einem Cache von insgesamt 4 GByte sowie acht Fibre-Channel-Anschlüssen (FC) stehen zur Verfügung. Das 2U hohe Plattengehäuse fasst zwölf Hard-Disk-Drives. FC- und FATA-Laufwerke (Fibre Attached Technology Adapted) mit einer Kapazität bis zu 1 TByte lassen sich beliebig kombinieren. So können Kunden ein zweistufiges Speicherklassensystem mit einem Gehäuse aufbauen. Die reine FC-Architektur grenzt allerdings die Auswahl an Platten stark ein. Das Array unterstützt derzeit 4-GBit/s-FC, ist jedoch für den künftigen 8-GBit/s-FC-Standard vorbereitet. Zusätzlich kann eine Anbindung per iSCSI erfolgen. Die EVA4400 unterstützt 512 Server im Single-Path-Modus, 256 Server im Dual-Path-Modus und bis zu 150 Server über iSCSI. An Betriebssystemen werden die gängigen Windows-Varianten, HP-UX, Linux (Redhat AS and SLES), OVMS, Sun-Solaris, IBM-AIX, Novell-Netware und VMware unterstützt.

Für einfache Integration gängiger Anwendungen wie »Microsoft Exchange«, Oracle und SAP sorgen zum einen dokumentierte »Best Practices« und getestete »Blaupausen«. Zum anderen bietet HP Lösungsblöcke (Solution Briefs) für die einfache Integration von »Microsoft Exchange Server 2007«, Oracle und Vmware mit EVA 4400.

Was die Preise anbelangt: Es gibt zwei Starterkits. Eines für performancehungrige Anwender mit knapp 15.000 Euro mit acht FC-Festplatten zu je 146 GByte (mit 15.000 U/min); das zweite mit knapp 17.000 Euro ist eher für kapazitätshungrige Anwender gedacht, es kommt mit acht FATA-Festplatten zu je 400 GByte (mit 10.000 U/min). Ab Anfang März sind die Systeme bestellbar, Klenner avisiert erste Lieferungen dann für Ende März.

Auf einer Partnerveranstaltung kam das System bereits sehr gut an (speicherguide.de berichtete). »Die ersten Bestellungen trudeln schon ein«, freut sich Klenner. Ein Erfolg ist auch enorm wichtig für HP, da es im Speichersegment vom Umsatz her betrachtet deren Brot-und-Butter-Produkt ist. Mehr als 45.000 EVAs wurden seit 2001 verkauft, mehr als 215 PByte wurde damit alleine in der EMEA-Region seit 2003 ausgeliefert. Klenner hofft, dieses Jahr alleine in Deutschland rund 1.000 Systeme abzusetzen.

EVA4400 konkurriert überwiegend mit den EMC-Systemen CX3-10 und CX3-20, bei NetApp mit FAS-2020/2050 und bei IBM mit DS3000/4700. Die EVA4100 wird vorerst nicht abgekündigt, betont Klenner. Er geht davon aus, dass sich aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses das Bestellverhalten der Kunden ohnehin zur EVA4400 neigt.

Mehr über HPs neue EVA4400 >>

HP-StorageWorks-Lösungsportfolio >>

HP Deutschland >>

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