Sensible Firmen- und Kundendaten sollen Unbefugten nicht zugänglich sein. Ein Drittel aller Datenverluste in Firmen sind aber auf vergessene oder verlorene Mobilgeräte zurückzuführen. Auf der sicheren Seite sind Unternehmen nur, wenn die Daten verschlüsselt und damit für andere nicht lesbar sind.
Sicherheit ist bei Unternehmen ein großes Thema: Firewalls und Virenprogramme schützen die IT-Infrastruktur wirksam gegen Angriffe von außen – sei es vor Hackern, vor Datenspionage durch Trojaner oder ähnlichem. Datenverlusten auf Grund von Hardware-Defekten, Programmfehlern oder schlichtweg unerwünschtem Löschen wird durch regelmäßige Datensicherung vorgebeugt. In diesen Punkten sind die meisten Unternehmen eifrig um entsprechende Maßnahmen bemüht.
Doch es gibt vielerorts noch ein Sicherheits-Stiefkind: Storage-Security: der Schutz so genannter ruhender Daten (data rest). Dabei ist die Liste spektakulärer Datenverluste in diesem Bereich ebenso lang wie illuster. Seit 2007 gerät beispielsweise die Regierung Großbritanniens immer wieder in die Schlagzeilen. In den vergangenen Monaten verschwanden wiederholt Regierungsdaten. Im Januar 2008 wurden dem britischen Militär Daten über etwa 600.000 Rekrutenanwärter gestohlen, die auf dem Notebook eines Offiziers gespeichert waren. Im Dezember 2007 gingen zwei CD-ROMs verloren, auf denen sich Daten des Gesundheitsministeriums über mehr als 100.000 Patienten bzw. Informationen über Teilnehmer der theoretischen Führerscheinprüfung befanden. Einen Monat zuvor verschwanden Daten über 7,25 Millionen Kindergeld beziehende Familien.
Die Fälle in Großbritannien haben eines gemein: Die Daten befanden sich auf optischen Speicherträgern oder Festplatten von Notebooks. Kommen solche Datenträger abhanden, sei es durch Vergessen, Verlust oder Diebstahl, lassen sich die sensiblen Daten in der Regel problemlos verwenden – sofern sie im Klartext, sprich unverschlüsselt, abgespeichert sind.
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