Erneut wird ein Deduplizierungs-Spezialist übernommen. Jetzt kam
IBM mit
Diligent Technologies, das privat gehaltene Unternehmen mit Hauptsitz in Framingham, Massachusetts, und Entwicklungslabors in Tel Aviv, Israel, zu übernehmen. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.
Mit einer Daten-Deduplizierungslösung lässt sich die Datenmenge für ein Backup kräftig reduzieren, weil doppelt vorhandene Daten nur einmal gespeichert werden. Deduplikation wird deshalb in der Storage-Industrie als eine der bedeutendsten Technologien und als Wundermittel angesehen, um dem explodierenden Datenvolumen wenigstens einigermaßen begegnen zu können. Praktisch alle Storage-Größen wie beispielsweise
EMC, NetApp oder
Quantum haben sich schon Startups mit entsprechenden Technologien einverleibt.
Diligent soll Teil von IBMs Systems and Technology Group werden. IBM selbst lässt verlauten, dass die Technologie und Produkte Teil von IBMs »New Enterprise Data Center Model« werden sollen. Bislang hat IBM bei Deduplizierungslösungen auf OEM-Produkte von
FalconStor Software zurückgegriffen. Auf Diligent-Lösungen setzen u.a. die OEM-Kunden
Sun Microsystems, Overland Storage und
Hitachi Data Systems (HDS).
Mit Diligent gibt IBM, was Akquisitionen im Storage-Bereich anbelangt, erneut kräftig Gas. Innerhalb der letzten fünfzehn Monate wurden u.a.
XIV, FilesX, Arsenal, NovusCG und
Softek übernommen.
Vage Gerüchte, dass IBM sich Diligent einverleiben könnte, gab es seit einigen Wochen. Denn mit der Übernahme von XIV kam der ehemalige EMC-Chief-Engineer
Moshe Yanai zu IBM. Er gründete sowohl XIV als auch Diligent, wo er zuletzt noch im Verwaltungsrat saß. Yanai soll weiterhin eine enge Verbindung zum Diligent-
CEO Doron Krempel gepflegt haben.
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