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[23.06.2008] (eh)
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Nexsan will endlich mit Assureon in Deutschland punkten

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Øivind Martinsen, Sales Manager EMEA, Nexsan
Mit der CAS-Archivierungslösung (Content Adressed Storage) »Assureon« ist Nexsan Technologies offensichtlich ein großer Wurf gelungen. Praktisch weltweit kann Nexsan Installationen vorweisen. In Europa vor allem in Italien, in England und den nordischen Ländern. Lediglich in Deutschland, dem größten Markt in Europa, sieht es mau aus. »Wir haben hier noch keine Installation«, räumt Øivind Martinsen, Sales Manager EMEA bei Nexsan, freimütig gegenüber speicherguide.de ein.

Hintergrund des schwachen Abschneidens dürfte ein unglückliches Händchen in früheren Jahren bei der Auswahl der hiesigen Country-Manager sein. In Italien dagegen war die Auswahl des zuständigen Managers um Längen besser. Dort fand man die richtigen Reseller – und in Italien kann Nexsan heute mit wohlklingenden Kundenamen wie Ferrari und Gucci aufwarten. Mit Assureon ist Nexsan so ziemlich der einzige nennenswerte Konkurrent zu EMCs »Centera«-System.

Wesentlich besser kommt Nexsan dagegen in Deutschland mit den Disk-Arrays »SASBoy«, »SATABeast« und »SATABoy« an. Die neueste Sasboy-Version wurde erst kürzlich vorgestellt (speicherguide.de berichtete). »Wir haben Tausende von Installationen in Deutschland«, betont Martinsen. »Wir sprechen gerade mit einem sehr großen Kunden über eine Installation von mehreren PByte. Der Kunde wollte fünf Referenzen von PByte-Installationen von uns in Europa wissen – ich konnte ihm mehr als zehn zeigen.«

Hierzulande ist Nexsan mit vier Resellern vertreten: Cristie, Itiso, Teracuda und Topmedia, in Italien dagegen mit fast 15. Martinsen ist deshalb viel unterwegs, um in Deutschland weitere Reseller zu finden, vor allem in erster Linie für Assureon. Nexsan arbeitet weltweit mit einem 1-Tier-Vertriebskonzept, also ohne dazwischen geschaltete Distributoren. Für Hardware-Service hat man einen Deal mit Kodak abgeschlossen, für Support ist Stortrec in Niedernberg zuständig.

Eine der Besonderheiten aller Nexsan-Systeme ist die selbstentwickelte »AutoMAID«-Technologie (Automatic Massive Array of Idle Disks). Hierbei schalten Festplatten nach einem vorab festgelegten Zeitraum, in dem es zu keinen Zugriffen kommt, automatisch in jeweils hierfür definierte Stromsparmodi, ohne dass sich dies auf die Leistung auswirkt. Sowohl Zeiten als auch Aktivitätslevel lassen sich individuell vom Administrator zuweisen. Drei Stromsparmodi sind Standard. Einer der herausragenden Modi ist jener, bei dem die Umdrehungszahl der Festplatten von 7.200 auf 4.000 U/min heruntergefahren wird. Das bringt Energieersparnisse von 35 bis 45 Prozent, die Platte ist aber im Zugriffsfall in 15 Sekunden wieder hochgefahren. Nexsan verwendet dazu Hitachi-Drives, da laut Martinsen dieses Stromspar-Feature nur von diesen Festplatten unterstützt wird.

Da die Produkte von Nexsan derzeit sstark nachgefragt werden, denkt das Unternehmen über einen Börsengang nach. Zumindest wurden bei der US-Börsenaufsicht SEC entsprechende Papiere eingereicht. »Ich kann nur bestätigen, dass wir Unterlagen eingereicht haben«, erläutert Martinsen. »Ansonsten darf ich nicht mehr dazu sagen, weil wir uns in einer Quiet-Period befinden.«

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