»DATABeast«: Als SAN- und NAS-System einsetzbar (Bild: Nexsan)
Auch wenn sich eine Skalierungsmöglichkeit bis zu vier PByte gigantisch anhört – mit dem neuen »DATABeast« will Nexsan Technologies in der Tat kleinere und mittelständische Unternehmen (KMUs) ansprechen. Denn auch diese Klientel steht laut Nexsan mittlerweile vor der Herausforderung, die in raschem Tempo ansteigende Menge an geschäftsentscheidenden Daten zu speichern und sinnvoll zu verwalten.
Databeast ist bei Nexsan sozusagen zwischen ihren blockorientierten Massenspeichersystemen wie »SATABeast« oder »SASBoy« und dem Archivierungssystem »Assureon« anzusiedeln. Databeast ist somit konzipiert für den Einsatz im Online- und Nearline-Betrieb, in dem sowohl Block- als auch File-Daten gesichert und verwaltet werden müssen. Im weitesten Sinn lässt es sich mit dem EMC-System »Symmetrix«, mit dem »Lightning«-Array von Hitachi Data Systems (HDS) sowie dem »DS8000«-System von IBM vergleichen.
Freilich sind dies teurere Enterprise-Systeme. Aus diesem Grund positioniert Nexsan seine Neuheit als System der Enterprise-Klasse zu einem Preis auf KMU-Niveau. Angeschlossen wird das System deshalb auch nicht nur über 4-Gbit/s-Fibre-Channel-, sondern auch über NAS-Ports.
Databeast lässt sich KMU-freundlich mit SAS- und SATA-Laufwerken bestücken. In einem System mit 42 Höheneinheiten lassen sich bis zu 336 TByte Speicher unterbringen, ein Ausbau auf bis zu vier PByte in einem einzigen, verwaltbaren Gerät ist jederzeit möglich. Das vorkonfigurierte System wird über Management-Tools gesteuert. Für Energieeffizienz soll die »AutoMAID«-Technik des Herstellers sorgen.
Bei Auto-MAID schalten sich die Festplattenlaufwerke nach einem vorab festgelegten Zeitraum, in dem es zu keinen Zugriffen kommt, automatisch in die jeweils hierfür definierten Stromsparmodi, ohne dass sich dies auf die Leistung auswirkt. Sowohl Zeiten als auch Aktivitätslevel lassen sich individuell vom Administrator zuweisen. Besonders gut funktioniert das architekturbedingt mit »Fixed Content«, also Daten die lange vorgehalten und selten geändert werden. Das können E-Mails, geschäftliche Dokumente oder z.B. auch medizinische Bilddaten sein.
Das Paket an Management-Tools umfasst Verfahren wie Thin-Provisioning, Storage-Pooling, Tiering und Virtualisierung sowie Datenspiegelung, die Erstellung von Snapshots oder die Durchführung von Replizierungsvorgängen. Die Auto-MAID-Technologie und alle Management-Tools sind in den Anschaffungskosten inbegriffen; vergleichbare Features von Konkurrenzsystemen lassen sich nur gegen Aufpreis freischalten.
Vertrieben wird das System hierzulande über vier Reseller: Cristie, Itiso, Teracuda und Topmedia. Über Preise machte Nexsan keine Angaben.
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