Ein weiterer Baustein der Unified-Archiving-Architektur ist fertig (Bild: GFT Inboxx)
File-Server-Archivierung ist keine Hexerei. Zumindest nach der Meinung des Hamburger Softwarehauses
GFT inboxx, das nun ihr neues Modul »inboxx file« vorgestellt hat. Die Komponente ist der neueste Baustein für ihre Unified-Archiving-Architektur, die das Unternehmen erst kürzlich im Sommer vorstellte (
ECMguide.de berichtete).
Bei dem neuen Modul handelt es sich um eine hoch skalierbare Datenmanagement-Software, die eine Tiered-Storage-Strategie für Fileserver umsetzt. Inboxx-File migriert hierbei als Teil der Unified-Archiving-Architektur Dateien, die selten oder nicht mehr genutzt werden, in die zentrale Archivierungsinfrastruktur »inboxx hyparchiv«. »Das Archiv kann dabei heterogene Storage-Landschaften«, betont
Bernd Hoeck, Director Marketing von GFT Inboxx im Gespräch mit
speicherguide.de. »wir finden ja bei den Kunden heterogene Landschaften vor, und unterstützen alles branchenübliche von
EMC, IBM, HDS, HP über
Plasmon bis hin zu
Netapp.«
Laut Hoeck werde mit dem neuen Modul »in der Regel eine Umfangsreduzierung eines Fileservers zwischen 50 und 70 Prozent« erreicht. Insbesondere die kostenintensiven primären Storage-Systeme soleln sich besser ausnutzen lassen und damit Kosten deutlich senken. Weiterhin reduziere Inboxx-File den Aufwand für Infrastruktur-Management, Backup und Restore von Daten deutlich.
Besonders hebt Hoeck hervor, dass Administratoren entlastet würden, denn Implementierung und Management würden zentral mit geringem Aufwand erfolgen, ohne bestehende Anwendungen oder die Endbenutzer zu tangieren: »Da wir uns damit stark an den Mittelstand wenden, war unsere Vorgabe, dass bei der Installation das System nach einem Tag – bei ein bis drei Fileservern, ein Standort – laufen muss.«
Wenn Inboxx-File eingeführt ist, soll der Anwender davon eigentlich nichts merken. »Beim Anwender verbleibt nur ein so genanntes Stub-File, ein Platzhalter mit 1 KByte, der sich wie das Original verhält«, erläutert Hoeck. »Er sieht die Dateien, Dokumente und Files nach wie vor auf seinem Server, kann sie umbenennen, kopieren, verschieben oder sogar per E-Mail verschicken.«
Inboxx-File unterstützt auch Langzeitarchivierungsformate wie PDF/A und TIFF. Es auch werden übergreifende Konzepte z.B. für Single-Instancing umgesetzt. Unterstützt werden überdies branchenübliche DMS/ECM-Systeme wie
Filenet, Open Text oder »EMC Documentum«.
Ein weiteres interessantes Feature ist die Funktion »One View«. So nutzen. Hierbei wird ein server- und standortübergreifender Datenstrom für archivierte Dateien aller angebundenen File-Server generiert. Administratoren können diesen Strom nach vorher definierten Regeln filtern, sodass etwa Dateien aus dem Bereich Human-Resources anderen Archivierungsregeln unterliegen als Daten aus der Buchhaltung oder Fertigung. »Damit ist auch Compliance inklusive«, freut sich der der GFT-Inboxx-Marketingchef.
Zum Start des neuen Moduls gibt es ein Promotion-Package. Die Software-Lizenzen für den ersten Dateiserver und das erste TByte Archiv-Volumen sind für 9.900 Euro zu haben (sonst 12.100 Euro). Weitere Preisbeispiele: Zwei Dateiserver mit 3 TByte kommen auf 26.200 Euro, und drei Dateiserver mit 2 TByte schlagen mit 29.000 zu Buche.
GFT Inboxx arbeitet überdies weiter am Ausbau ihrer Architektur. Zum Jahreswechsel soll auch das Produkt Inboxx Instant Messaging folgen, bevor im Februar 2009 Inboxx Voice auf den Markt kommt
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