Archivierungssystem »Assureon 6.0« virtualisiert physikalische Archive (Bild: Nexsan)
Storage-as-a-Service ist keine Hexerei mehr. Zumindest wenn es nach dem Storage-Systemeanbieter
Nexsan Technologies geht, der nun für entsprechende Serviceanbieter das Archivierungssystem »Assureon 6.0« offeriert. Mit der aus Festplattenspeicher, Server-Hardware und der neuen Version 6.0 der Assureon-Software bestehenden Lösung, können Saas-Anbieter ihr Spektrum an SaaS-Services um Content-Adressable-Storage-basierte Archivierungsdienste (CAS) erweitern.
Das von Nexsan entwickelte und integrierte CAS-Verfahren ermöglicht es erstmals, das System in eine im wesentlichen unbegrenzte Zahl an physikalisch sicheren Archiven zu virtualisieren. Für jedes Archiv wird ein Dateisystem erzeugt, so dass sich die Daten verschiedener Kunden voneinander separat auf einer Festplatte speichern lassen. Die Vertraulichkeit der Informationen bleibt damit laut Nexsan gewahrt, die Sicherheit steigt und die Daten sind insgesamt besser vor unberechtigten Zugriffen geschützt. Das Archiv eignet sich laut Hersteller aber auch für den Einsatz in großen Unternehmen, bei denen Daten unterschiedlicher Abteilungen oder Geschäftsbereiche segmentiert werden müssen.
Das neueste Mitglied von Nexsans-Produktfamilie an festplattenbasierten Archivierungssystemen arbeitet zudem wie alle Lösungen des Herstellers mit der eigenentwickelten Energiespartechnik »AutoMAID«. Dadurch lässt sich der Stromverbrauch in Hosting-Rechenzentren drosseln.
Terry McClure, Analyst bei der
Enterprise Strategy Group (ESG), hält vor allem die Aufhebung der Limitierung, wie viele Objekte sich insgesamt speichern lassen, für vielversprechend. Denn dies bedeutete für Service-Provider in der Vergangenheit, dass sie beim Erreichen der vorgegebenen Grenze jedes Mal neue Systeme installieren mussten. Nun können sie ihr Archiv weiter ausbauen, trotz der Skalierung lässt sich dieses jedoch weiter als eine Einheit verwalten.
Aus Sicht von McClure sind Archive-as-a-Service-Angebote zudem für kleinere und mittelständische Unternehmen (KMUs) interessant, die sich in stark regulierten Branchen bewegen. Oftmals fehlt es ihnen an dem Know-how und den Ressourcen, Daten den vorherrschenden Compliance-Vorgaben gemäß langfristig intern zu archivieren. Einsatzgebiete sieht sie zum Beispiel im Gesundheitswesen und im Finanzdienstleistungssektor. Denn gerade in diesen Segmenten ist es unerlässlich, die hinsichtlich Aufbewahrungsfristen und Rechtsgültigkeit geltenden strengen Bestimmungen einzuhalten.
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