Andreas König, Senior Vice President and General Manager EMEA, Netapp
Die Wirtschaftskrise geht auch an
NetApp nicht spurlos vorbei. Im vierten Fiskalquartal musste der Storage-Spezialist einen Umsatzrückgang auf 880 (i.V. 938) Millionen US-Dollar hinnehmen. Der Pro-forma-Reingewinn sank auf 103 (131) Millionen US-Dollar bzw. 31 (38) Cent je Aktie. Im Gesamtfiskaljahr 2008/09 kletterte der Umsatz leicht auf 3,4 (3,3) Milliarden US-Dollar. Der Pro-forma-Reingewinn sank indes auf 364 (455) Millionen US-Dollar oder 1,09 (1,26) US-Dollar pro Aktie.
Trotz der Gewinnrückgänge sind die Zahlen als Erfolg zu werten, da die Analysten größtenteils mit noch größeren Einbußen gerechnet hatten. »Und vor allem: Im Vergleich zum vorangegangenen dritten Fiskalquartal gab es sogar wieder eine Steigerung«, betont
Andreas König, Senior Vice President and General Manager EMEA von Netapp, im Gespräch mit
speicherguide.de. Er erwartet schon sehnsüchtig die nächsten
IDC, die belegen würden, wie gut Netapp derzeit unterwegs sei. Im EMEA-Bereich laufe es vor allem in Ost-Europa, und hier im Speziellen Russland, sowie Spanien »sehr, sehr gut«. Hier verzeichne man gerade »tief zweistellige, fast dreistellige Zuwachsraten«, freut sich König. In Prag (Tschechei) und in Budapest (Ungarn) seien gerade neue Offices eröffnet worden, ein zusätzliches in Kasachstan.
Trotzdem: Netapp insgesamt kann sich aufgrund der »jüngsten Veränderungen der makroökonomischen Lage, die die Vorhersehbarkeit einschränken« zu keiner Umsatzprognose fürs laufende Fiskaljahr 2009/10 durchringen. Es gibt nur einen nennenswerten Hinweis für Analysten: »Netapp schätzt, dass die Pro-forma-Bruttospanne für das erste Quartal 2010 bei zirka 61 Prozent liegen wird.«
Mit der nahezu parallel angekündigten Übernahme des Deduplizierungsmarktführers
Data Domain für 1,5 Milliarden US-Dollar (
speicherguide.de berichtete) glaubt König, dass man »einen entscheidenden Schritt in die Zukunft« gemacht habe. Denn Data Domain sei mit ihren Lösungen stark im Bereich Backup und Archivierung unterwegs, während die hauseigene Netapp-Deduplizierungstechnologie für Primary-Storage-Systeme zugeschnitten sei. »Wir stellten fest, dass wir sehr wenig Überlappungen haben«, sagt König. »Und deshalb denken wir, dass die Synergieeffekte sehr groß sein werden.« Außerdem passe Data Domain auch deshalb sehr gut zu Netapp, da die Firma sehr ähnlich aufgestellt sei und außerdem sehr ähnlich agierte. »Wir werden im laufenden Quartal ca. 61 Prozent Bruttogewinnspanne erzielen, Data Domain kalkuliert mit 72 Prozent«, erläutert der EMEA-Chef.
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