Nathan Zeldes, President, IORG
Wer kennt es nicht: Die tagtägliche digitale Informationsflut via Handys, E-Mails, Instant Messengers und Notebooks/PCs. Alleine der Umgang mit den steigenden Horden von Dateien und Infos kostet immer mehr Zeit jedes Einzelnen. Xerox, Microsoft, IBM, Intel und andere Hightech-Unternehmen haben jetzt die »Information Overload Research Group« (IORG) gegründet, deren Ziel es ist, die Informationsflut in den Unternehmen gezielt einzudämmen und so die Produktivität jedes einzelnen Mitarbeiters zu erhöhen.
Das auf Wissensmanagement spezialisierte Forschungsunternehmen
Basex hat errechnet, dass unnötige Unterbrechungen des Arbeitsflusses und die benötigte Zeit, um sich wieder der eigentlichen Aufgabe zuzuwenden, die US-Wirtschaft jährlich 650 Milliarden US-Dollar kosten. Dies verschlingt 28 Prozent des Arbeitstages der so genannten »Knowledge Worker«; die Generierung von Information kommt auf 25 Prozent, Recherche auf 15 Prozent, Meetings auf 20 Prozent. Mit Nachdenken und Reflektieren verbringen die Mitarbeiter lediglich 12 Prozent.
Gemeinsam wollen jetzt die in der IORG organisierten Unternehmen Lösungen entwickeln, die helfen sollen, der täglichen Informationsflut Herr zu werden. Die Masse der elektronischen Informationen sowie Milliarden Druckdokumenten weltweit und müssen zunächst sortiert und kategorisiert werden. Die Mitglieder von IORG wollen ein öffentliches Bewusstsein für das Problem schaffen, die wissenschaftliche Forschung in dem Bereich vorantreiben und Best Practices vorstellen. Darüber hinaus sollen Lösungen entwickelt sowie Beratungsleistungen für Unternehmen und Organisationen angeboten werden.
»In der IORG arbeiten Praktiker aus der Industrie, Wissenschaftler und Technologieunternehmen gemeinsam daran, die Produktivität und damit auch die Lebensqualität von ‚Knowledge Workern’ zu verbessern«, betont
Nathan Zeldes, President von IORG und zugleich
Principal Engineer bei
Intel. »Xerox' Erfahrung darin, wie Menschen mit Informationen umgehen und arbeiten, wird uns dabei unterstützen, das Problem der Informationsüberreizung anzugehen.«
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