Erich Hansen, CEO, Day Software
Der schweizer Spezialist für Global-Content-Management-Software
Day Software trennte sich zum Jahreswechsel von seiner britischen Tochtergesellschaft
MarketingNet. Das im Jahr 2000 übernommene Unternehmen war fast ausschließlich im Bereich der Agentur-Services tätig.
Und hier liegt auch der Knackpunkt, warum man sich nach all den Jahren wieder von Marketingnet trennte: »Als Software-Entwickler und Anbieter arbeiten wir heute mit fast allen größeren Service-Agenturen zusammen«, erklärt
Erich Hansen, CEO von Day. »Mit Marketingnet haben wir also intern einen Konkurrenten zu unseren Partnern, was längerfristig immer wieder zu Interessenkonflikten führt.«
Abgesehen davon habe sich seither der gesamte Agentur Markt sehr stark verändert und es fand eine Konsolidierung statt, welche zu immer tieferen Margen in diesem Bereich geführt habe. »Mit dieser Entwicklung«, sagt Hansen, »war es uns als eigentliche Softwarefirma mit Marketingnet nicht mehr möglich, profitable Dienstleistungen anzubieten.«
Day fokussiere sich nun wieder ganz auf das Kerngeschäft, zugleich will man nun den Ausbau der indirekten Vertriebskanäle in England und ganz Nordeuropa stärker angehen. Marketingnet geht übrigens an die britische Firma
WAA, die auch die bestehenden Kunden weiterhin betreuen will. Als Folge des Verkaufs von Marketingnet erwartet Day im vierten Quartal 2008 Non-Cash-Aufwände, die z.B. durch Abschreibung von Goodwill sowie diverse Mehraufwände in Zusammenhang mit dem Verkauf der Gesellschaft entstehen. Weitere finanzielle Details nannte Day nicht. Die Schweizer hatten den Verkauf von Marketingnet bereits im vergangenen November avisiert.
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