Gut besuchte PDF/A-Konferenz 2009
Knapp 220 Teilnehmer aus 13 Ländern, hochkarätige Keynotes und spannende Anwenderberichte – die dritte internationale PDF/A-Konferenz war ein voller Erfolg. Die diesjährige Veranstaltung, die kürzlich in Berlin stattfand und erneut vom
PDF/A Competence Center organisiert wurde, zeigte einmal mehr die wachsende Bedeutung von PDF/A. Als 100. Mitglied konnte der Verband just auf seiner Konferenz
T-Systems begrüßen. »Für immer mehr Unternehmen und Behörden ist die Einführung von PDF/A keine Frage mehr«, fasst
Harald Grumser, Vorstandsvorsitzender des PDF/A Competence Center zusammen. »Vielmehr geht es den Verantwortlichen darum, die richtigen Wege und Strategien zu finden. Hier waren die Anwenderberichte aus unterschiedlichen Branchen für die Konferenz-Teilnehmer eine exzellente Informationsquelle.«
So zeigte beispielsweise
Bernhard Zöller von der Unternehmensberatung
Zöller & Partner, warum PDF/A bei der Formatkonsolidierung erste Wahl ist. Insbesondere wenn es um die Archivierung farbiger Dokumente geht, hat PDF/A eindeutige Vorteile.
Stephen Levenson, IT-Spezialist für Strategie und Planung beim Administrative Office der
US Courts in Washington, stellte dar, wie seine Institution die Migrationskosten mit Hilfe von PDF/A auf ein Minimum reduzieren konnte.
Leonard Rosenthol, PDF Standards Architect bei
Adobe Systems, vermittelte in seiner Keynote interessante Informationen bezüglich der Weiterentwicklung des ISO-Standards für die Langzeitarchivierung von PDF-Dokumenten. Dabei unterstrich er, dass PDF/A-1 – neben PDF/A-2 – weiter bestehen wird und zu PDF/A-2 uneingeschränkt aufwärtskompatibel ist. »In der Regel sollte PDF/A-1 auch nach der Verabschiedung von PDF/A-2 weiter verwendet werden. Man sollte nur dann PDF/A-2 einsetzen, wenn dies aufgrund entsprechender technischer Neuerungen wirklich erforderlich ist«, rät Rosenthol.
Ebenfalls auf großes Interesse stießen die beiden Anwender-Keynotes.
Jacob Bielfeldt von der
Techniker Krankenkasse zeigte, wie sein Versicherungsunternehmen schrittweise PDF/A unternehmensweit eingeführt hat.
Dr. Silke Stapel vom
EU Publications Office berichtete über die gelungene Umstellung der digitalen Bibliothek auf PDF/A in die digitale Bibliothek.
In den jeweils parallel stattfindenden Themen- bzw. Branchentracks stießen dabei u.a. rechtliche Aspekte auf besonderes Interesse, die es bei der Langzeitarchivierung bzw. Aufbewahrung von E-Mails zu berücksichtigen gilt. Dazu gehört beispielsweise die effiziente Nutzung von Metadaten sowie die Unterschiede zwischen PDF/A-1a und PDF/A-1b.
Die abschließende Podiumsdiskussion u. a. mit Vertretern der Fachverbände
AIIM, Aproged und
VOI unterstrich die zunehmende internationale Verbreitung von PDF/A. So haben beispielsweise in den letzten Monaten Argentinien, Brasilien, China und Uruguay PDF/A als nationalen Standard für die digitale Langzeitarchivierung verabschiedet. In den USA, so erläuterte
Betsy Fanning von der AIIM, arbeiten immer mehr Bundesstaaten an Vorschriften für den Einsatz von PDF/A. In Europa ist PDF/A bereits in zahlreichen Ländern gesetzt.
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