Überall und immer erreichbar sein. Daten synchronisieren und von jedem Ort aus flexibel arbeiten können – vernetzt mit neuen Formen der Zusammenarbeit in Organisationen. Vialutions, ein zur Optimal-Systems-Gruppe gehörendes Unternehmen, hat mit »QS-Cockpit« eine Applikation zur Qualitätssicherungslösung für Slate-Geräte entwickelt, die ganz nebenbei damit mit dem »Best Slate Solutions Award« im Juli in den USA honoriert wurde.
ECMguide.de sprach mit Andreas Hepfner, Geschäftsführer von Vialutions, über Entwicklungen und Besonderheiten im mobilen Entwicklungsumfeld.
Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen, die mobile Lösungen im ECM-Umfeld entwickeln?
Hepfner: Der Kunde verlangt heute vollwertige Mobile-Clients. Das heißt, mit reinen Anzeigemöglichkeiten schafft man im mobilen Umfeld keine Mehrwerte mehr. Im Grunde möchte der Anwender von überall und von jedem Gerät aus mit dem ECM arbeiten. Diese Flexibilität setzt voraus, dass jeder Mobile-Client für jedes Gerät funktionieren sollte, was wiederum zu einem enormen Arbeits- und Programmieraufwand führen kann. Allerdings gibt es bereits positive Entwicklungen, wie HTML-5, um den Aufwand merklich zu reduzieren. Und genau in diese Stoßrichtung gehen wir mit unserer Entwicklung »QS-Cockpit«.
Was sind die Besonderheiten der neuen Lösung QS-Cockpit?
Hepfner: Die Besonderheit der QS-Cockpit-Lösung besteht darin, dass diese für einen Slate-PC entwickelt wurde. Bei der Entwicklung der Applikation haben wir auf eine systemübergreifende Anwendungsmöglichkeit geachtet. Mit anderen Worten, die Applikation soll leicht auf zusätzlichen mobilen Geräten einsetzbar sein, Stichwort HTML-5. QS-Cockpit erstellt zudem selbstständig Auswertungen von den erfassten Daten, die im ECM-System liegen. Grundsätzlich setzen diese Auswertungen und Eingabeformulare auf Objektdefinitionen der EMC-Suite »OS|ECM« von Optimal Systems auf, sodass für die Applikation keine neuen Objektdefinitionen erstellt werden müssen. Im Klartext: Ändert sich etwas im OS|ECM, so sind diese Änderungen in Echtzeit in der Slate-PC-Anwendung geändert und verfügbar. Von daher müssen im laufenden Betrieb keine Änderungen an der Anwendung gemacht werden, was QS-Cockpit zu einer wartungsarmen Applikation macht.
Welche Fallstricke gilt es besonders bei der Entwicklung solcher Lösungen im ECM-Umfeld zu beachten?
Hepfner: In einem ECM-System sind immer unternehmenskritische Daten vorhanden. Diese sensiblen Informationen zu schützen ist eine der großen Herausforderungen für Organisationen. Dies sollten alle Organisationen aus den jüngsten Datenpannen und -diebstählen gelernt haben. Von daher muss ein hohes Maß an Aufmerksamkeit auf die Security gelegt werden.
Weiterhin kommt hinzu, dass in einem ECM-System unterschiedlichste Dokumenttypen liegen können. Angefangen bei Office-Formaten bis hin zu CAD-Zeichnungen. Gerade bei CAD-Zeichnungen gibt es verschiedene Fallstricke, wie zum Beispiel die Darstellung. Das heißt, hier ist unter anderem entscheidend, welcher Viewer unterstützt wird. Zudem ist die Größe der zu übermittelnden Daten einer CAD-Zeichnung hervorzuheben. Und dies hat einen einfachen Grund, nämlich die nicht immer ausreichende Netzabdeckung, vor allem im High-Speed-Bereich. An dieser Stelle kommt es auf das Konzept und Ziel der Anwendung an. Gegebenenfalls muss man sich raffinierte Synchronisationsmechanismen einfallen lassen, um im Zweifelsfall offline die Funktionalität des Clients zu gewährleisten.
Wie schätzen Sie den Markt und das Potenzial für solche Lösungen ein?
Hepfner: Nun, QS-Cockpit wurde zunächst für das Qualitätsmanagement entwickelt. Grundsätzlich ist die Anwendung aber für jede Form von mobiler Datenerfassung und Synchronisation mit einem OS|ECM System einsetzbar. Das Potenzial solcher Lösungen ist riesig, da der Kunde seine Daten sofort im zentralen System erfassen kann. Nach einer Qualitätsprüfung stehen die Daten jedem berechtigten Benutzer innerhalb des Unternehmens zur Verfügung. Dadurch entfallen Synchronisations- und Weiterverarbeitungsaufwände, was wiederum ein enormes Einsparpotenzial für Organisationen bedeuten kann.
Welche Trends sehen Sie im Umfeld von Mobile-Computing-Lösungen?
Hepfner: Der Trend geht ganz klar in Richtung Mobilität der Anwender. Diese können zukünftig immer stärker ihre Arbeit mit jedem Gerät erledigen, sei es ein Mobiltelefon, Slate-PC/iPad, Laptop oder sogar einer Xbox. Die Geräte werden künftig voll integriert sein in den täglichen Arbeitsablauf, die Vernetzung fördern und neue Formen der Zusammenarbeit in Organisationen ermöglichen. Auch und gerade mit den kommenden Cloud-Applikationen wird es möglich sein, von überall arbeiten zu können.
Info: Über Vialutions
Vialutions sieht sich als Ansprechpartner und Spezialist für optimierte IT-Lösungen im Bereich
Microsoft SharePoint – mit einem Fokus auf das Document-Lifecycle-Management. Im Mittelpunkt der Dienstleistungen und Lösungen steht die Planung und der Aufbau zukunftsweisender Informationsinfrastrukturen in den Technologiebereichen SharePoint, Cloud-Computing und mobiler Anwendungen. Zusammen mit Know-how in den Bereichen Dokumentenmanagement und gesetzeskonformer Archivierungslösungen bietet Vialutions vorkonfigurierte Lösungen und maßgeschneiderte Anwendungen, hoch skalierbar und stets prozessübergreifend umgesetzt. Kunden erhalten damit optimale Wissens-Plattformen für die Geschäftsanforderungen von heute und morgen, bei gleichzeitig hoher Kosteneffizienz. Die zur Optimal-Systems-Gruppe gehörende Vialutions hat ihren Hauptsitz in Berlin und verfügt über einen zusätzlichen Entwicklungsstandort in Wroclaw (Polen).
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