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[06.09.2011] (eh)
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Avision: »DMS-Kunde denkt über Grenzen hinweg«

Nach dem erfolgreichen »Heimspiel« auf der Computex hat sich der taiwanische Scanner-Hersteller Avision auch auf den europäischen Märkten viel vorgenommen. Hier steht demnächst ein Auftritt auf der »DMS Expo« in Stuttgart an.
ECMguide.de sprach mit Thomas Wulle, Geschäftsführer von Avision Europe, über die nächsten Pläne des Unternehmens und Trends auf dem Scanner- und DMS-Markt.

Welche Impulse nehmen Sie von der Computex für das Europageschäft mit?

Thomas Wulle

Wulle: Solche Messen sind heute nicht mehr die Bühne, auf der man spektakuläre Neuheiten das erste Mal sieht, das geht mit der CeBIT ja ähnlich. Was uns aufgefallen ist, ist das gezielte Interesse der Besucher an Zusammenhängen und Prozessen. Es geht weniger um einzelne Technologien, sondern um übergreifende Konzepte. Man denkt über Grenzen hinweg, das ist gerade beim Thema Dokumenten-Management offensichtlich.

Spielen Mobilitätsgesichtspunkte rund um Apps oder die Cloud mittlerweile auch eine Rolle?

Wulle: Ganz klar. Zum Beispiel wird die mobile Datenerfassung, das Scannen in die Cloud und die damit zusammenhängende Datenverarbeitung immer wichtiger, umso mehr im Kontext von Technologien wie Apple-iPhone und iPad, die ja immer mehr die Funktion von mobilen Büros übernehmen. Diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen.

Wie sieht dazu die Strategie von Avision aus?

Wulle: Beim Ausbau unseres Portfolios legen wir verstärkt den Blick auf handliche Geräte, die man wirklich überallhin mitnehmen kann. Auf der kommenden »DMS Expo 2011«, die vom 20. bis 24. September 2011 in Stuttgart stattfindet, zeigen wir einige Neuheiten in diesem Bereich. Die Geräte bündeln wir unter dem Label IS, was für »Intelligenter Scanner« steht. Bei der IS-Serie sind viele Funktionen integriert, die man von professionellen Office-Scannern kennt, zum Beispiel Autocrop und das Erzeugen von PDFs direkt in den Geräten. Und über unseren TWAIN-Treiber können die mobilen Scanner das gesamte Portfolio für Bildbearbeitung und Bildoptimierung zur Verfügung stellen. Etwa das automatische Aussortieren leerer Seiten oder das Zusammenführen von zwei Dokumenten zu einem einzigen Image. Oder die Möglichkeit, mehrere Bereiche von Dokumenten auszuschneiden und individuell in Schwarzweiß, Grau oder Farbe zu scannen, was sich erheblich auf den notwendigen Speicherplatz für die Dateien auswirken kann. Das sind alles Funktionen, die auch im mobilen Einsatz zunehmend erwartet werden.

An welche Zielgruppen richten Sie sich in erster Linie?

Wulle: Wie gesagt: Das mobile Scannen auf professionellem Niveau ist auf dem Vormarsch, das ist ein Thema für jede Branche und Unternehmensstruktur mit dezentralen Arbeitsabläufen. Darüber hinaus wollen wir auch den Consumermarkt in größerem Umfang als bisher ansprechen. Hier geht es vor allem um das Digitalisieren von Fotosammlungen, Buchseiten oder um einfach schnell einmal eine Seite zu »kopieren«. Dazu stellen wir in Kürze entsprechende Geräte vor, die wir dann auch schnell in die Breite bringen, und vor allem über die wichtigsten Online-Vertriebskanäle anbieten wollen.

Die großen Scanner-Hersteller umwerben immer intensiver den Fachhandel und stellen umfangreiche Partnerprogramme vor. Was bietet Avision in dieser Hinsicht an?

Wulle: Auch wir arbeiten derzeit an einem Programm, mit dem wir den Fachhändlern noch mehr Unterstützung bieten können. Einerseits über die besonders günstige Ausstattung mit Leih- und Testgeräten. Vor allem aber in Form von Schulungen und Beratung, denn das Thema Scannen und DMS wird, wie vorher beschrieben, immer komplexer – aber auch immer wichtiger.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Bereich Bürotechnik. Von dort erhalten wir verstärkt Anfragen von spezialisierten Fachhändlern und Systemhäusern, die Scannertechnologie in ihr Portfolio aufnehmen wollen. Das ist ja auch sinnvoll, weil das Angebot heute so verzweigt ist, dass für jede Office-Anforderung das passende Gerät zur Verfügung steht, mit dem man Abläufe professionell und vor allem kostengünstig umsetzen kann.

Auf der DMS Expo sind Sie gemeinsam mit Inotec an einem Stand. Was ist hier der Hintergrund?

Wulle: Auf der DMS Expo wollen wir gerade die erwähnten Zielgruppen gezielt ansprechen. Deshalb haben wir auch entschieden, uns zum ersten Mal gemeinsam mit Inotec an einem Stand zu präsentieren, wo die Besucher dann die gesamte Bandbreite des Office-Scannens kennenlernen können, vom Hochleistungsscanner bis zum dedizierten Tischgerät und der mobilen Variante. Mit Kooperationen wie dieser wollen wir unseren Partnern in Fachhandel helfen, sich professionell auf die Anforderungen im Markt vorzubereiten. Dazu arbeiten wir mit einer Reihe von Software- und ergänzenden Hardwareherstellern eng zusammen.

Welche Bilanz ziehen Sie zum bisherigen Geschäftsverlauf in diesem Jahr?

Wulle: Schon 2010 konnten wir über 40 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr generieren. Dabei hat der Absatz von Scannern der Eigenmarke erstmals zu den Verkaufszahlen im OEM-Geschäft aufgeschlossen – was bedeutet, dass wir in den Märkten immer besser als eigenständige Größe wahrgenommen werden, und zwar im gesamten europäischen Raum. Die ersten beiden Quartale 2011 sind ebenfalls wieder sehr gut ausgefallen. Weil wir unsere Geräte komplett selbst produzieren, können wir sehr flexibel und schnell auf Kundenwünsche eingehen und eine entsprechende Modellvielfalt in allen Bereichen anbieten. Genau das – so glaube ich – wird auf dem Markt mehr und mehr honoriert, und gibt uns gute Perspektiven für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

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Kommentare
- Tuesday, November 15, 2011
Comments from the following blog entry: http://televistashow.allergiesaid.com/2011/11/15/thomas-wulle/

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