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[20.10.2008] (ubr)
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Die Wiederentdeckung des NAS-Speichers

Editorial von Ulrike Rieß, Redaktion speicherguide.de
 Ulrike Rieß  Ulrike Rieß, Redaktion speicherguide.de
Rosige Aussichten für NAS-Anbieter. Die Marktforschungsinstitute warten jährlich mit neuen Prognosen weiterhin steigender Datenfluten auf. IDC musste erstmals in diesem Jahr eine Prognose nach oben korrigieren. Fakt ist, dass sich der Bestand digitaler Informationen jedes Jahr um weitere 60 bis 80 Prozent erhöhen wird. Ein Großteil dieses exponentiellen Datenwachstums machen unstrukturierte Daten aus, deren Verwaltung nach wie vor vielen IT-Teams Kopfschmerzen bereitet.

Auf Grund dieses massiven Anstiegs unstrukturierter Datenbestände sehen Analystengruppen wie McKinsey die Nachfrage nach NAS-Servern in den nächsten Jahren um 16 Prozent ansteigen (Quelle: McKinsey Report Revolutionizing Data Center Efficiency 2008). Und der Trend bestätigt sich. Viele Speicherhersteller haben in diesem Jahr ihre NAS-Produktpalette und deren Funktionalitäten aufgefrischt. Und damit nicht genug. Vermehrt sieht man auch die Gebiete von Storage-Area-Network und Network-Attached-Storage zusammenwachsen. Netapp investierte bereits vor Jahren in die Entwicklung eines NAS-Gateways, das Fileservices auf der einen, SAN-Anschluss auf der anderen Seite bietet. Auch Hewlett-Packard stellte unlängst ein NAS-Blade für seine Blade-Serien vor, das NAS und SAN im großen Stil verschmelzen lässt.

Es dürfte in diesem Marktsegment weiterhin spannend bleiben. Die größte Hürde für jeden Hersteller ist sicherlich die Protokollwelten von FC/iSCSI und CIFS/NFS zu vereinen, ohne Funktionsumfang oder Leistungsfähigkeit der Systeme zu beeinträchtigen. Ebenso verlangt der Anwender heute mehr denn je nach einfacher Bedienbarkeit und übersichtlichen Konfigurationen. Ob sich dann wirklich die Herausforderungen unstrukturierter Daten meistern lassen, steht auf einem anderen Blatt.
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