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[03.12.2008] (kfr)
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 Systems  Discuss & Discover 2009 – viele offene Fragen

Gastkolumne von Karl Fröhlich, ChR speicherguide.de
 Karl Fröhlich, ChR speicherguide.de Karl Fröhlich, ChR speicherguide.de
Zumindest auf der gestrigen Pressekonferenz zum neuen Messekonzept des Systems-Nachfolgers konnte sich die Messe München über ein volles Haus freuen. Ob das avisierte Zielpublikum auch in Scharen kommt, muss sich zeigen. Das Problem: Der an sich gute Ansatz ist extrem komplex und wird dem Publikum wie den potenziellen Sponsoren nur schwer zu vermitteln sein. Für die Besucher handelt es sich letztendlich immer noch eine Messe, nun eben mit noch mehr Vorträgen und einem Party-Areal.

Die Resonanz bei den Pressekollegen war höflich ausgedrückt, verhalten. Auch wenn man sich in den kommenden Jahren einen internationalen Status erarbeiten möchte, kommt eine rein englischsprachige Namensgebung beim deutschen Publikum nicht an. Auf eine entsprechende Bemerkung, gab mir spontan auch VOI-Geschäftsführer Henner von der Banck recht. Sinngemäß meinte er, »das Konzept könne er seinen Mitglieder nur schwer vermitteln.« Die englischen Begriffe würden letztendlich nicht verstanden.

Der Ansatz der Messe München ist berechtigt und legitim. Dass die Verantwortlichen einen so großen Schritt wagen und alte Zöpfe – sprich die Systems – komplett abschneiden, ist aller Ehren wert. Die Frage ist, ob man es auch als Unternehmen schafft, diesen Schritt mitzugehen. Bisher war das Geschäftsmodell auf den Verkauf von »beheizter Standfläche« ausgelegt. Als nun selbsternannter Kommunikationsdienstleister, muss der Vertrieb nun ganz anders agieren und vollkommen neue Wege beschreiten. Auch kann es nicht damit getan sein, sich die Themen bei Marktforschern einzukaufen. Wer Experten auf internationaler Ebene ansprechen will, muss selbst anerkannte Experten mit Visionen ins Haus holen.

Noch herrscht Erklärungsbedarf. Gleichzeitig war der Ruf nach Veränderungen – auch von mir – laut, daher sollten wir der Discuss & Discover eine Chance geben. Mit Hinblick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage, steht dem Veranstalter viel Arbeit ins Haus. Auch wenn ein neuer Event dieser Größenordnung Zugwirkung hat, sind die Messebudgets momentan eher tiefgefroren. Wo genau das Thema Storage Platz finden soll oder wird, ist mir noch unklar. Mit etwas guten Willen kann man aber zwei Mal das englische Wort »Disc« im Veranstaltungsnamen herauslesen, wenn das kein gutes Omen ist...

Sind Sie anderer Meinung?
Dann schreiben Sie mir ... kfroehlich@speicherguide.de

Ihr
Karl Fröhlich, Chefredakteur speicherguide.de
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