Die Marketing-Wogen gehen hoch zwischen der Deutschen Post einerseits und den De-Mail-Anbietern wie zum Beispiel web.de, GMX, Mentana-Claimsoft und T-Systems andererseits. Es geht um einen großen Markt. Es geht um »vermeintliche« oder echte Sicherheit in Bezug auf Zustellung, auf Authentizität der Nachricht, Absender-Identität, Nicht-Abstreitbarkeit des Empfanges und vieles mehr.
Es gilt, einen neuen Markt zu erobern: den des sicheren Online-Briefes. web.de und GMX beispielsweise sehen die Chance, ihre Horden von kostenlosen E-Mail-Konten zumindest teilweise in zahlende Kunden zu transferieren. Also ein neuer Markt – für diese Unternehmen. Bei der Deutschen Post kommt hinzu, dass sie eine Online-Brücke zur Papierwelt schlagen müssen. GMX stichelt auf ihrer Website: »Der E-Postbrief der Deutschen Post ist das Bemühen, die Verluste beim klassischen Briefgeschäft mit einer Onlinevariante abzufangen.« Ob diese Hintergründe den Endkunden bewegen, deswegen zur De-Mail von GMX zu wechseln? Ich bezweifle das.
Aber es zeigt, dass der Grabenkampf bereits begonnen hat. Die Bandagen werden vermutlich härter. Darauf deuten auch etliche Antworten in unseren Interviews hin. Viel Spass beim Stöbern im Stellungskrieg rund um De-Mail und E-Postbrief in unserem Schwerpunktthema rund um die »Postbearbeitung«. Empfehlen möchte ich Ihnen einen Beitrag von Dr. Ulrich Kampffmeyer von Project Consult über die Vor- und Nachteile von De-Mail und E-Postbrief. Der Artikel ist sehr lang – aber es lohnt sich, ihn zu lesen. Ich bin mir sicher: Den Befürwortern von De-Mail und E-Postbrief wird er nicht schmecken.
Herzlichts, Ihr
Engelbert Hörmannsdorfer, ChR ECMguide.de