Engelbert Hörmannsdorfer
Keine Frage: Der Mittelstand wird richtig umworben. Egal, ob es um eine neue IT-, Storage- oder DMS/ECM-Lösung geht. Auch die Lösungen sind da. Aber man ziert sich noch im Mittelstand, so richtig will man sich noch nicht auf die Lösungen stürzen.
Dabei ist Handlungsbedarf angesagt. Denn dort, wo viele Mitarbeiter noch viel mehr elektronische Dokumente erstellen und verwalten, geht es schließlich um ein effizientes Auffinden und Bearbeiten dieser dokumentengebundenen Informationen. Und auch regulatorische Vorgaben wie Compliance, GDPdU oder GoBS sind einzuhalten. Abgesehen davon droht unmittelbar die digitale Betriebsprüfung. Kleine und mittelgroße Unternehmen stellen jedoch bei der Suche nach einer geeigneten Lösung indes oftmals fest, dass die Investitions- und Betriebskosten für eine funktional annähernd vollständige Enterprise-Content-Management-Lösung das verfügbare Budget überschreiten.
Das muss freilich nicht sein, wie etliche Interviews in unserem
ECMguide.de-Schwerpunkt »ECM im Mittelstand« >> zeigen. Es gibt allerhand Anbieter, die ausgereifte Lösungen zu mittelstandsfreundlichen Preisen offerieren. Freilich unterscheiden sich die Produktangebote trotz scheinbar ähnlicher Komponenten in einzelnen Bereichen beträchtlich, deshalb ist ein gutes Verständnis der unternehmensspezifischen Anforderungen erste Voraussetzung. Für die Auswahl einer geeigneten Lösung ist es typischerweise weniger zielführend, wenn einfach alle möglichen Anforderungen aufsummiert werden. Vielmehr sollten sich Mittelständler ein klein wenig Zeit nehmen, um die unternehmensspezifischen wichtigen funktionalen Anforderungen zu analysieren – dann klappt’s auch mit der Auswahl des richtigen ECM-Systems.
Engelbert Hörmannsdorfer, News-Editor ECMguide.de