<
 zur Startseite 
Anzeige
 Fehlerteufel
 © 2012 by
speicherguide.de GbR
Seite empfehlenSeite empfehlen
Diese Seite bookmarken bei ...
  Diese Seite Ihren XING-Kontakten zeigen   Seite bei Google bookmarken    Seite bei Mister Wong bookmarken    Seite bei Linkarena bookmarken    Seite bei Yigg bookmarken    Seite bei Webnews bookmarken    Seite bei Folkd bookmarken 
[09.02.2010] (eh)
Article Rating

Dataglobal nutzt »File Classification Infrastructure«

Dataglobal »ERS Classification«-Modul für »Enterprise Resource Suite« (ERS)
Dataglobal »ERS Classification«-Modul für »Enterprise Resource Suite« (ERS)
»Information Lifecycle Management« (ILM) malträtierte die Storage-Branche in den Jahren 2004 bis 2006, nun muss das Kapitel eventuell neu geschrieben werden. Denn ILM hat sich deshalb nicht langfristig richtig durchgesetzt, weil die Datenklassifizierung zu komplex war. Dass es wesentlich einfacher geht, zeigt das Gaildorfer Unternehmen DataGlobal nun mit dem neuen Modul »ERS Classification« für ihre »Enterprise Resource Suite« (ERS) – das neue Modul setzt nämlich auf der »File Classification Infrastructure« (FCI) des »Microsoft Windows Server 2008 R2« auf. Hier hat Microsoft eine einfache und funktionstüchtige Datenklassifizierung bereits ins Betriebssystem integriert – nur keiner nutzte es bislang.

»Für uns war das Aufsetzen auf FCI sehr einfach, denn Microsoft benutzte dazu eine Technologie, die wir schon seit Jahren bei unserem ERS verwenden«, erläutert Dataglobal-CEO Wolfgang Munz im Hintergrundgespräch mit speicherguide.de. Im Prinzip geht es darum, dass in jede beliebige Datei unsichtbar für den Anwender Metadaten eingelagert werden. Besonderheit dieser Vorgehensweise: »Damit wird eine Datei bereits im Filesystem klassifiziert.« Ein kompliziertes und meist proprietäres Metadaten-Handling wird damit vermieden. Denn eine der herausragenden Spezialitäten von ERS ist, dass das weitgehend automatisierte und zentral verwaltete Storage-Management in der Lage ist, im Rechenzentrum pro Stunde mehr als eine halbe Milliarde Dateien zu scannen (ECMguide.de berichtete).

ERS-Suite ist wesentlich mehr als ILM
Im Prinzip haucht Dataglobal damit der ILM-Bewegung eigentlich neues Leben ein. Aber Munz will sich nicht in die ILM-Schublade stecken lassen. Denn die ERS-Suite macht wesentlich mehr, unter anderem richtiges Storage-Resource-Management. Aus diesem Grund ist Munz der Begriff »Unified Storage and Information Management« lieber.

Wolfgang Munz
Dataglobal will mit ERS Unternehmen ansprechen, die mehr und mehr mit Governance-, Risk- und Compliance-Anforderungen zu tun haben. »Wie man es auch dreht und wendet – hier ist jedes Mal eine verlässliche Klassifizierung des gesamten Datenbestandes notwendig«, erläutert Munz. Denn nur so ließen sich maßgeschneiderte Entscheidungen über Archivierung, Datenschutz oder Aufbewahrungsfristen treffen. In der heutigen Praxis benötigen IT-Verantwortliche immer noch eine Vielzahl unterschiedlichster Management-Tools für Klassifizierung und die Ausführung der unterschiedlichen nachgelagerten Aktionen. »Daher ist dringend eine Lösung aus einem Guss gefordert«, meint der Dataglobal-CEO. Seine Antwort ist nun das neue ERS-Modul.

Archivieren nach Regeln wird zum Kinderspiel
Aufgrund von zentral definierten, einheitlichen Regeln lassen sich mit dem neuen ERS-Modul hochautomatisiert Aktionen ausführen, beispielsweise die Archivierung ganzer Gruppen von Daten mit einem definierten Ablaufdatum. Die zunehmende Bedeutung der Klassifizierung dokumentiert sich darin, dass Microsoft mit FCI eine komplett neue Technologie für dedizierte Server anbietet. FCI ermöglicht es erstmals, den Dateien in einem »Container« individuelle Klassifikations-Informationen, zum Beispiel »Vertraulich«, »Personaldaten«, »Mandant A, B, C« und so weiter zuzuordnen.

Bei einer größeren Serverlandschaft wird nach Ansicht von Munz durch das Zusammenwirken von ERS und FCI eine Datei-Klassifizierung »erstmals praktikabel«. Der Clou dabei: Diese Vorteile stelle ERS ebenfalls für Umgebungen unter Windows 2003 und anderen NTFS-basierten Systemen zur Verfügung – und damit für Altdaten! Eine absolut systemübergreifende unternehmensweite Datei-Klassifizierung scheint damit Wirklichkeit zu werden. Munz betont freilich: »NTFS muss unbedingt sein. Unter Unix läuft es deshalb nicht.« Damit läuft es mit allen bekannte Storage-Systemen größerer Anbieter wie beispielsweise NetApp, EMC, Fujitsu Technology Solutions und Hitachi Data Systems (HDS). Mit der »EMC Centera« dürfte Dataglobal indes anecken – das war bislang, salopp ausgedrückt, eine Art »ILM in a Box«, nur proprietär und ziemlich kostenintensiv.

ERS wird mit einem vordefinierten Satz an Klassifizierungsregeln ausgeliefert, die sich nach Angaben von Munz »leicht an spezifische Anforderungen anpassen lassen«. Das neue ERS-Classification-Modul nebst der Unterstützung für »Windows Server 2008 R2 File Classification Infrastructure« (FCI) ist sofort verfügbar.

.
Rating
Kommentare
Only registered users may post comments.
 ...nach oben 
Special »ECMguide.de-News«
powered by:
 Anzeigen
ECM-News - Archiv